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Bundesgerichtshof muss Urteil nach Doppelmord prüfen

04.02.2020 - Mühlhausen/Nordhausen/Karlsruhe (dpa/th) - Der Doppelmord von Nordhausen zu Heiligabend 2018 beschäftigt nun auch den Bundesgerichtshof in Karlsruhe. «Der Verteidiger des Angeklagten hat Revision gegen das Urteil des Mühlhäuser Landgerichtes eingelegt», sagte eine Sprecherin am Dienstag. Der 57-Jährige bleibe bis zur höchstrichterlichen Entscheidung in Untersuchungshaft.

  • Die Einfahrt zum Bundesgerichtshof. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Einfahrt zum Bundesgerichtshof. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Mord an einem Ehepaar war er vor eineinhalb Wochen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zusätzlich war die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden. Der Verteidiger hatte bereits kurz nach der Urteilsverkündung eine Revision nicht ausgeschlossen, weil durch die besondere Schwere der Schuld eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren Haft nicht möglich wäre.

Die strafverschärfende besondere Schwere der Schuld hatten die Richter mit dem gewaltsamen Tod zweier Menschen und dem Verhalten des Täters nach den beiden Morden begründet. Staatsanwältin und Nebenkläger hatten entsprechende Anträge gestellt. Der Verteidiger hatte lebenslange Haft ohne zusätzliche Feststellungen gefordert.

Die Mühlhäuser Richter sahen es in ihrem Urteil als erwiesen an, dass der Mann einen ihm bekannten 80-Jährigen und dessen 82 Jahre alte Ehefrau mit mehreren Messerstichen in ihrem Zuhause tötete. Der Mann hatte beim Verlassen der Wohnung zirka 400 Euro mitgenommen.

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