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Corona-Fallzahlen steigen weiter: Klassenfahrten gestrichen

02.04.2020 - Immer mehr Menschen in Thüringen sind nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. In manchen Gebieten wird die Situation insgesamt kritischer. Auch für Schüler wird die Krise noch Konsequenzen weit über Ostern hinaus haben.

  • Helmut Holter (Die Linke), Bildungsminister von Thüringen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Helmut Holter (Die Linke), Bildungsminister von Thüringen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Kurve steigt weiter: Mit 938 bei der Landesregierung erfassten nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus sind die Fallzahlen in Thüringen weiter gewachsen. 74 Neuinfektionen seien von Mittwoch- auf Donnerstagvormittag erfasst worden, hieß es in der Mitteilung der Staatskanzlei von Donnerstag.

In 17 Fällen zeigten die Patienten schwere Verläufe. Immerhin: 390 Menschen im Freistaat gelten den Angaben nach als genesen. Aber auch die Zahl der Todesfälle stieg weiter an: Nachdem das Landratsamt Greiz meldete, dass dort am Mittwoch eine 77 Jahre alte Frau an der vom Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben war, waren am Donnerstagabend landesweit mindestens neun Fälle bekannt, bei denen Menschen nach einer Infektion starben.

Der Landkreis Greiz zählt zu den Corona-Brennpunkten in Thüringen - dort allein sind den Angaben von Donnerstagvormittag nach 152 Bewohner nachweislich infiziert. Aber auch Ilm-Kreis steht noch eine komplette 900-Seelen-Gemeinde unter Quarantäne. In Neustadt am Rennsteig seien inzwischen 26 Infektionen nachgewiesen, teilte das Landratsamt mit.

Weitere Abstrichstationen seien dort am Mittwoch errichtet worden und sollen über das Wochenende stehen bleiben. «Wir hoffen sehr, dass wir dann ein umfassendes Bild von der Lage in Neustadt haben. Und jeder Neustädter und jede Neustädterin Klarheit über seinen/ihren gesundheitlichen Zustand hat», teilte Landrätin Petra Enders (parteilos) mit.

Zudem habe sich die Corona-Krise im Saale-Orla-Kreis spürbar verschärft, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Dort ist ein Seniorenheim in Triptis mit mehr als 60 Bewohnern besonders betroffen, das Haus steht unter Quarantäne. Sowohl einige Bewohner als auch Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet. Inzwischen hätten acht Bewohner erhöhte Temperatur, heiß es.

Daneben sei inzwischen auch eine Mitarbeiterin des Fachdienstes Gesundheit des Landratsamts positiv getestet worden. «Wir sind weiter arbeitsfähig», betonte Landrat Thomas Fügmann (CDU). Mit Blick auf den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, die getroffenen Regelungen zur Eindämmung des Virus bis mindestens 19. April aufrecht, sagte er: «Es darf sich niemand der Illusion hingeben, dass nach diesem Stichtag alle Einschränkungen aufgehoben werden und alles ist, wie vorher. Die Corona-Krise wird dann noch nicht ausgestanden sein.»

Auch das Thüringer Bildungsministerium kündigte am Mittwoch an, dass zumindest einige Einschränkungen auch nach Ostern zu erwarten sind. So wies das Ministerium die staatlichen Schulen an, Klassenfahrten, Wandertage und andere Lernveranstaltungen außerhalb der Schule bis zum Ende des laufenden Schuljahres zu streichen. Kosten für schon geplante Reisen und Ausflüge, die bereits entstanden sind oder sich nicht stornieren lassen, werde das Land erstatten, hieß es.

«Natürlich schmerzt es Schulen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler, eine Klassenfahrt, auf die man sich bereits lange gefreut hat, abzusagen. Aber die angespannte Situation im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lässt uns keine andere Wahl», sagte Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Die Sommerferien beginnen in Thüringen dieses Jahr am 20. Juli.

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