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Corona-Krise: Erfurt plant abgespecktes Krämerbrückenfest

26.03.2020 - Das Coronavirus hinterlässt erhebliche Spuren auch im Kulturleben. So schraubt Erfurt vorsorglich einen Höhepunkt im Veranstaltungskalender herunter. Optimistisch zeigt sie sich für andere Veranstaltungen und will auch Kulturakteuren Erleichterung verschaffen.

  • Besucher gehen beim Krämerbrückenfest in den Abendstunden über die Krämerbrücke. Foto: Britta Pedersen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Besucher gehen beim Krämerbrückenfest in den Abendstunden über die Krämerbrücke. Foto: Britta Pedersen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Corona-Epidemie hat sich bereits auf das für Juni geplante größte Altstadtfest Thüringens ausgewirkt: Das Krämerbrückenfest könne dieses Jahr nicht wie geplant stattfinden, sagten Erfurts Oberbürgermeister, Andreas Bausewein (SPD), und der Beigeordnete für Kultur, Tobias Knoblich, am Donnerstag in Erfurt. Das mehrtägige Fest mit einem sonst umfangreichen Kulturprogramm solle nun einen «Straßenfest-Charakter» tragen, erklärte Bausewein. «Es wird etwas improvisiert werden müssen; es wird handgemacht und für einen kleineren Publikumskreis sein», ergänzte Knoblich.

Hintergrund sind Vergabeentscheidungen. Um in Zeiten von durch die Corona-Krise bedingten Unsicherheiten größere finanzielle Belastungen zu vermeiden, habe sich die Stadt dazu entschlossen, keine Aufträge für größere Bühnentechnik zu vergeben. In der Regel steht etwa eine große Bühne auf dem Domplatz, wo zum Krämerbrückenfest besonders bekannte Bands und Künstler auftreten.

Zu einem Zeitpunkt, zu dem nicht klar sei, ob das Fest überhaupt stattfinden könne, sollten keine teuren Verträge für Technik abgeschlossen werden, erklärte Knoblich. Bislang geht Bausewein davon aus, dass die aktuellen Beschränkungen für das öffentliche Leben zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Erfurt Mitte Mai vorbei sein werden. «Danach wünsche ich mir einen Ausbruch der Lebensfreude.»

2019 kamen zwischen 110 000 und 130 000 zum Festwochenende in die Landeshauptstadt. Dieses Jahr ist das Krämerbrückenfest bislang für den Zeitraum vom 19. bis 21. Juni angesetzt. Am 21. Juni sollen mit der privat organisierten Fête de la Musique auch viele öffentliche Konzerte in der Stadt zu hören sein. Denkbar sei etwa, die Fête und das Krämerbrückenfest zu verbinden, erklärte Knoblich.

Bei der Mitte Mai angesetzten Langen Nacht der Museen ist schon eine komplette Terminverschiebung klar: Sie solle mit den Denkmaltagen Anfang September verknüpft werden, so Bausewein. Auch Weimar kündigte am Donnerstag an, die dortige Lange Nacht der Museen zu verschieben.

Dagegen geht Erfurt bislang davon aus, dass die vom 10. Juli bis zum 2. August geplanten Domstufen-Festspiele des Theater Erfurts uneingeschränkt stattfinden können. «Die Domstufen-Festspiele helfen uns auch wirtschaftlich extrem», betonte Knoblich. Das Theater, dessen Träger die Stadt ist, ist wie andere Kultureinrichtungen wegen der Corona-Krise geschlossen.

Kulturakteuren, deren von der Stadt geförderten Projekte wegen der Corona-Situation platzen, wolle man entgegenkommen, sagte Knoblich. So würden bereits angefallene Kosten anerkannt werden, auch könnten Projekte ins kommende Jahr verschoben werden, ohne dass eine Mittelkürzung zu befürchten sei. Als Beispiel verwies Knoblich auf die Thüringer Bachwochen, die komplett abgesagt werden mussten. Einzelne Veranstaltungen aus dem Festival seien bereits auf 2021 geschoben worden.

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