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Corona-Krise stellt auch Volkshochschulen vor Probleme

06.04.2020 - Wegen der Corona-Krise ist gerade zwar kein physischer Besuch bei einem Volkshochschulkurs möglich, doch es soll Ersatz und Ausgleich geben. Kopfschmerzen macht den Zuständigen aber auch die mögliche Situation nach der Corona-Krise.

  • Das Logo einer Volkshochschule (VHS) ist an einem Gebäude angebracht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo einer Volkshochschule (VHS) ist an einem Gebäude angebracht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kursteilnehmende an Thüringer Volkshochschulen können auch in der Corona-Krise darauf hoffen, nicht komplett auf ihren Unterricht verzichten zu müssen. «In fast allen Volkshochschulen werden die Kurse in der Regel verschoben», teilte der Thüringer Volkshochschulverband auf Anfrage mit. Es sei geplant, Kurse später weiterzuführen. Sollte das in manchen Fällen nicht möglich sein, erhielten die Teilnehmenden anteilig Gebühren zurück oder auch Gutscheine, hieß es.

Die 23 Volkshochschulen (VHS) in Thüringen haben im Februar das neue Semester begonnen. Viele Kurse waren also angelaufen, bevor Treffen, zu denen auch VHS-Sprach-, Integrations- oder Kunstkurse gehören, als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus vorerst verboten wurden.

«Wir gehen in ganz Thüringen von circa 25 000 Teilnehmenden an den Thüringer Volkshochschulen aus», sagte Verbandsdirektorin Sylvia Kränke. «Es besteht aber prinzipiell ein sehr großes Verständnis unserer zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die derzeitige Situation. Im Moment lässt sich natürlich die Situation für die Folgekurse noch nicht abschätzen.»

Sollte der durch die Pandemie bedingte Stillstand auch nach Ostern andauern, werde es bei den VHS hohe Einnahmenausfälle geben. Dazu gebe es aber bereits Gespräche mit dem Land, hieß es. Zudem: Auch wenn Einnahmen ausbleiben, müssten Kommunen als Träger der VHS weiter Fixkosten bezahlen. Dazu kämen gegebenenfalls Ausfallhonorare, Rückerstattungen an Teilnehmende, oder auch ausbleibende Gelder für Auftragsmaßnahmen wie etwa Firmenschulungen.

«Für uns bestehen dazu noch die Bedenken, dass nach dem Ende der Corona-Krise die Sparzwänge der Kommunen dann auch die Volkshochschulen betreffen werden», erklärte Kränke. Alle Thüringer VHS sind kommunale Weiterbildungseinrichtungen.

Problematisch sei die Situation nicht nur für die Schulen selbst, sondern auch für die Lehrenden. Zwar könnten diese in fast allen VHS bereits geleistete Unterrichtsstunden abrechnen. Aber gerade die vielen freiberuflichen Lehrenden könnten in eine schwierige persönliche Situation gelangen, hieß es beim Verband.

Freiberufler könnten als Solo-Selbstständige aber zumindest auf Hilfsprogramme von Bund und Land zurückgreifen. «Insgesamt gehen wir von circa 1300 Kursleitenden aus. Zur Zeit beraten wir das Thema Ausfallhonorare auch mit dem Land Thüringen», sagte Kränke.

Das Bildungsministeriums sei sich der Probleme bewusst, sagte Ministeriumssprecher Felix Knothe. Die Situation sei ähnlich wie beim Landessportbund. «Einige Fragen sind noch offen, aber es wird eine Lösung geben, die noch in der Endabstimmung ist», so Knothe.

Die Auszeit für Präsenzangebote lässt bei den VHS aber auch das digitale Angebot wachsen, so Kränke. «Es gibt immer mehr Online-Kurse und viele Entwicklungen.» Die VHS Jena listet auf ihrer Website etwa Online-Angebote auf, die VHS Altenburger Land verweist auf ihrer Seite auf Webinare.

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