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Dreieinhalb Jahre Haft für prügelnden Ehemann

06.03.2019 - Durch einen Sprung aus dem Fenster konnte sich vor einem Jahr eine 37-Jährige im Kyffhäuserkreis den Prügelattacken ihres damaligen Mannes entziehen. Jetzt erging ein Urteil gegen den Mann.

  • Die Statue Justitia. Foto: Peter Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue Justitia. Foto: Peter Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mühlhausen (dpa/th) - Beleidigungen, Eifersucht, Vorwürfe der Geldverschwendung: In einem Wohnhaus im Kyffhäuserkreis eskalierte vor knapp einem Jahr eine zunächst verbale Auseinandersetzung zwischen deutschen Eheleuten. Wegen Attacken mit einem Stuhlbein und einem Messer ist am Mittwoch ein 31-Jähriger aus dem Kyffhäuserkreis zu dreieinhalb Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Das Landgericht Mühlhausen hat für den drogenabhängigen Schrotthändler außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

«Der Angeklagte hat mehrmals jeweils über längere Zeit auf den Oberkörper der damaligen Ehefrau eingewirkt», sagte der Vorsitzende Richter Gerd Funke in der Urteilsbegründung. Wegen einer krankhaft seelischen Störung und einer Persönlichkeitsstörung sei der mehrfach Vorbestrafte bei der Tat vermindert schuldfähig gewesen. Die Richter blieben unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die vier Jahre Haft forderte. Die Verteidiger hatte zwei Jahre und zehn Monate Haft beantragt. Der Angeklagte hatte sich im Prozessverlauf entschuldigt und 250 Euro als Schadenswiedergutmachung übergeben. Insgesamt 1000 Euro will er an die mittlerweile von ihm geschiedene Ehefrau zahlen.

Im Prozessverlauf sei schnell klar geworden, dass der ursprüngliche Vorwurf des versuchten Totschlags nicht nachzuweisen sei, hieß es. Es fehle an einer Tötungsabsicht. Die Attacken hätten keine lebensbedrohlichen Verletzungen verursacht, hieß es in der Urteilsbegründung. Zugunsten des Angeklagten wurden seine Entschuldigung und sein Teilgeständnis gewertet. Gegen ihn sprach, dass er bereits wegen versuchten Totschlag vorbestraft ist, zwei verschiedene Tatwaffen verwendet hat und unter Bewährungsauflagen stand. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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