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Erfurter Hochschulen rekonstruieren Bauhaus-Ausstellung

16.04.2019 - Mit viel Engagement und Arbeitszeit haben Studierende und Lehrende von Erfurter Hochschulen eine Bauhaus-Ausstellung von vor rund 90 Jahren für Besucher virtuell rekonstruiert. Manchen Details war aber in der Recherche nicht beizukommen.

  • Ein Student demonstriert mit einer speziellen Handy-App die virtuelle Darstellung von Fotografien. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Student demonstriert mit einer speziellen Handy-App die virtuelle Darstellung von Fotografien. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Einer Bauhaus-Ausstellung von 1931 haben Studierende und Lehrende der Fachhochschule (FH) und der Universität Erfurt neues Leben eingehaucht. Auf Grundlage eines Ausstellungsplans von damals und rund 80 historischer Aufnahmen wurde die Schau für Besucher heute virtuell begehbar gemacht. Per VR-Brille können sich Gäste in den digitalisierten Räumen bewegen, die eine Gruppe ehemaliger Bauhaus-Angehöriger zur «Deutschen Bauausstellung» 1931 gestaltet hatte. VR ist die Abkürzung für «virtual reality» - die Brille spielt eine virtuelle Realität vor.

«Es ist ein authentisches Erlebnis aus den 30er Jahren, auch wenn man es natürlich nicht riechen kann», sagte Patrick Rössler, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Uni Erfurt. Rössler hatte den Originalplan der Ausstellung durch Zufall bei Forschungsarbeiten in Florida entdeckt. Gemeinsam mit Yvonne Brandenburger, Architektur-Professorin für Gebäudeentwurf und Bauplanung an der FH, brachte er das Projekt auf den Weg.

Insgesamt ein Jahr Arbeit steckt in der virtuellen Ausstellung. Besonders viel Zeit investierten auch die Studierenden, sagte Brandenburger. Viele mussten sich mit einer für sie neuen Software zurecht finden und sich gegenseitig helfen. So habe das Projekt einen nachhaltigen Effekt für die Studierenden.

Sogar einen Kinosaal, in dem damals Bauhaus-Filme etwa zum Thema sozialer Wohnbau liefen, haben die Studierende in die digitale Schau eingebaut. Allerdings: Die Ausstellung ist überwiegend Grau in Grau. Denn anhand der reinen Schwarz-Weiß-Fotografien war schlichtweg nicht mehr rekonstruierbar, wie die Farbgebung der originalen Halle war. Was der VR-Brillenträger gerade in der virtuellen Schau erkundet, wird für andere auf großen Bildschirmen sichtbar gemacht.

Zusätzlich haben die Studierenden eine App für Smartphones entwickelt, die sich Besucher herunterladen können. Damit können sie an real existierenden Erklärwänden der Ausstellung via sogenannter «augmented reality», also erweiterter Realität, etwa passende Architekturmodelle auf dem Handy-Bildschirm sichtbar machen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwochabend und ist dann bis zum 30. April für die Allgemeinheit und kostenfrei zugänglich. Danach soll die Ausstellung auf Wanderschaft gehen. Bisher sind etwa Stationen im Erfurter Angermuseum, in Leipzig und Stuttgart geplant.

Vor 100 Jahre gründete der Architekt Walter Gropius das Staatliche Bauhaus in Weimar. Als neuartige Schule für Design, Kunst und Architektur machte sich das nur wenige Jahre bestehende Bauhaus weltweit einen Namen.

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