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Erneut mehr Waffen: Dittes fordert öffentliche Debatte

24.05.2020 - Seit Jahren steigt in Thüringen die Zahl der registrierten Waffen und Waffenbesitzer. Der Linke-Politiker Steffen Dittes fordert eine Debatte über eine Begrenzung. Der CDU-Abgeordnete Raymond Walk will Menschen dagegen ein besseres Sicherheitsgefühl vermitteln.

  • Ein Kleiner Waffenschein liegt zwischen einer Schreckschuss-Pistole «Walther P22», einem Magazin und einer Knallpatrone. Foto: Oliver Killig/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Kleiner Waffenschein liegt zwischen einer Schreckschuss-Pistole «Walther P22», einem Magazin und einer Knallpatrone. Foto: Oliver Killig/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl registrierter Waffen ist in Thüringen erneut gestiegen. So waren Ende Dezember vergangenen Jahres 135 041 Waffen und Waffenteile im Freistaat erfasst, wie das Thüringer Innenministerium auf Anfrage mitteilte. Dabei stieg die Zahl der Komplettwaffen um etwa 2000 von 126 265 im Jahr 2018 auf 128 312 im vergangenen Jahr. In den Daten sind keine Schreckschusswaffen, Luftdruckgewehre oder Reizstoffe enthalten.

Wie aus den Zahlen des Ministeriums hervorgeht, stieg auch die Zahl der Waffenbesitzer in Thüringen im Vergleich zum Jahr 2018 an - von 26 676 auf 26 829.

Der innenpolitische Sprecher der Linke-Fraktion, Steffen Dittes, forderte eine gesellschaftliche Debatte über die Regulierung von Waffenbesitz. «Die Zahlen steigen stetig und es gibt in der Gesellschaft keine Infragestellung der Notwendigkeit von privatem Waffenbesitz», sagte Dittes der dpa. Jede Waffe stelle auch eine potenzielle Gefahr dar.

Dass Waffen bei der Jagd eingesetzt werden müssten, sei klar. «Es gibt auch olympische Disziplinen beim Sportschießen, die anerkannt sind. Das ist etwas anderes als das Spaßschießen, das auch praktiziert wird», sagte Dittes. Die hohe Zahl privater Waffen sei nicht begründbar, urteilte Dittes. «Ich persönlich bin der Auffassung, dass privater Waffenbesitz auf die Bereiche Jagd und olympisches Sportschießen begrenzt werden sollte.»

Der CDU-Innenpolitiker Raymond Walk sieht in den steigenden Zahlen von Waffenbesitzern auch einen Ausdruck des Sicherheitsempfindens in der Bevölkerung. «Es scheint eine Verunsicherung zu bestehen. Das wahrgenommene Sicherheitsgefühl und die tatsächliche, objektive Sicherheitslage driften auseinander», sagte Walk und wies darauf hin, dass die Kriminalitätszahlen in Thüringen niedriger als noch vor ein paar Jahren lägen.

Die Diskrepanz zwischen empfundener und realer Sicherheit zeigten auch ältere Zahlen zum kleinen Waffenschein, den immer mehr Thüringer beantragten, sagte Walk. Der kleine Waffenschein berechtigt unter anderem zum Führen von Schreckschuss- und Signalwaffen sowie Reizstoffen. Walk forderte eine starke Polizeipräsenz - auch in der Fläche, um dem Widerspruch aus gefühlter und tatsächlicher Sicherheit zu begegnen.

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