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Ex-Ministerpräsidenten: Hirte wird CDU-Chef, Walk Vize

08.06.2020 - Erst die Wahlniederlage im Herbst, dann das Debakel rund um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten und dann interne Machtkämpfe: Die Thüringer CDU hat sich nach dem Rückzug von Mike Mohring noch nicht wieder komplett neu aufgestellt.

  • Christian Hirte (CDU) schaut in die Runde. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Christian Hirte (CDU) schaut in die Runde. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Machtkampf innerhalb der Thüringer CDU haben sich die beiden Alt-Ministerpräsidenten Dieter Althaus und Bernhard Vogel eingeschaltet und den früheren Ost-Beauftragten Christian Hirte als neuen CDU-Chef vorgeschlagen. Man empfehle, Hirte zu bitten, als Landesvorsitzender zu kandidieren und Raymond Walk aufzufordern, sich als Stellvertreter zu bewerben, heißt es in einem Brief von Althaus und Vogel an die Thüringer CDU-Mitglieder vom Montag. Zuvor hatte die «Thüringer Allgemeine» darüber berichtet.

Walk ist bislang Generalsekretär der Thüringer CDU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Er hatte nach Hirte ebenfalls eine Kandidatur für den Vorsitz in Aussicht gestellt. «Der Aufforderung von Bernhard Vogel und Dieter Althaus, mich als Stellvertreter zu bewerben, komme ich selbstverständlich gerne nach», erklärte Walk nun. Eine Kampfkandidatur um den Landesvorsitz habe er immer vermeiden wollen. «Sie ist demokratisch, aber nicht geeignet, Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu rücken», erklärte Walk.

Zuvor hatte es ein Treffen von Althaus, Vogel, Walk, Hirte und dem neuen CDU-Fraktionschef Mario Voigt gegeben. Der neue CDU-Landesvorstand soll bei einem Parteitag im Frühherbst gewählt werden. Einen genauen Termin gibt es nach Angaben der Thüringer CDU noch nicht. Angepeilt wird aber der September, wie es hieß. Bis dahin kann es auch noch weitere Bewerbungen um den Parteivorsitz geben. Auch die Kreisverbände können Vorschläge machen.

Walk betonte, er halte es für nicht optimal und für schwierig, den Landesvorsitz von Berlin aus zu übernehmen. Hirte ist noch Abgeordneter im Bundestag. Kurz nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen hatte ihm Hirte ausdrücklich bei Twitter gratuliert und dafür viel Kritik einstecken müssen. Nach eigenen Angaben wurde Hirte daraufhin von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) aufgefordert, sein Amt als Ostbeauftragter abzugeben, was er dann auch tat.

Unklar ist noch, wer für die Thüringer CDU als Spitzenkandidat für die im April 2021 geplante Landtagswahl ins Rennen geht. «Am Parteitag verbleibt uns gerade mal ein halbes Jahr bis zur Landtagswahl. Da muss die Frage einer Spitzenkandidatur geklärt werden», so Walk. Bisher stand dabei auch die Frage im Raum, ob Spitzenkandidatur und das Amt des Parteichefs in eine Hand sollen oder nicht.

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