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FDP-Fraktion fordert Stufenplan für Großveranstaltungen

03.07.2020 - Die Thüringer FDP-Fraktion hat weitere schrittweise Lockerungen für die Veranstaltungsbranche in der Corona-Pandemie gefordert. «Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass Wochenmärkte erlaubt sind, Street-Food-Festivals aber nicht. Menschen dürfen auf engem Raum in den Urlaub fliegen, aber sich nicht in Autoscooter setzen», erklärte FDP-Fraktionschef Thomas Kemmerich am Freitag. Zuvor hatte bereits die CDU-Fraktion konkrete Perspektiven gefordert, Großveranstaltungen wieder zu erlauben.

  • Thomas Kemmerich. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thomas Kemmerich. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Thüringer Regelungen gelten in diesem Sektor im bundesweiten Vergleich bereits als verhältnismäßig liberal. Großveranstaltungen wie Volks- oder Dorffeste sind grundsätzlich verboten. Allerdings heißt es in der derzeit geltenden Grundverordnung, dass Genehmigungen in Ausnahmefällen und unter bestimmten Voraussetzungen möglich sind. in der Praxis dürften klassische Festivals oder Kirmesveranstaltungen wegen der hohen Infektionsschutzanforderungen jedoch kaum auf eine solche Genehmigung hoffen können, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bei der Vorstellung der aktuell gültigen Verordnung einräumte.

Die FDP-Fraktion fordert nun «klare Vorgaben und Rahmenbedingungen für die bisher verbotenen Veranstaltungen in der nächsten, noch im Juli anstehenden Verordnung», wie die Fraktion mitteilte. Außerdem spricht sie sich für einen Stufenplan aus, «welcher die maximal erlaubte Teilnehmerzahl monatlich erhöht, sofern keine neuen Infektionsgeschehen auftreten», heißt es in einem an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) adressierten Brief der FDP-Fraktion. Am Dienstag soll die Verlängerung der aktuell gültigen Verordnung im Kabinett beraten werden.

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