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Fast 6000 Thüringer weniger innerhalb von sechs Monaten

15.10.2019 - Erfurt (dpa/th) - Thüringen hat in der ersten Jahreshälfte 2019 fast 6000 Einwohner verloren. Damit lebten derzeit rund 2,14 Millionen Menschen im Freistaat, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in Erfurt mit. Der Einwohnerschwund setzte sich damit fort. Davon waren im ersten Halbjahr alle sechs kreisfreien Städte und 16 der 17 Landkreise betroffen. Lediglich das Weimarer Land verbuchte in diesem Zeitraum einen kleinen Zugewinn von 79 Einwohnern.

  • Figuren von Menschen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Figuren von Menschen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hauptgrund für die negative Bevölkerungsentwicklung ist nach den Zahlen der Statistiker, dass mehr Menschen sterben als geboren werden. In den ersten sechs Monaten starben fast 15 000 Thüringer. Geboren wurden 8100 Kinder, das waren fast 400 weniger als im ersten Halbjahr 2018.

Innerhalb von sechs Monaten zogen rund 23 600 Menschen nach Thüringen. Sie kamen je zur Hälfte aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland. Sie sorgten für mehr als einen Ausgleich der Abwanderung von 22 400 Menschen aus Thüringen, von denen mehr als 9000 ins Ausland gingen. Letztlich übertraf die Zuwanderung die Abwanderung um fast 1200 Menschen.

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