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Feuerwehr: E-Fahrzeuge bergen Risiken für Rettungskräfte

17.07.2019 - Über Thüringens Straßen sausen immer mehr Elektro-Autos. Zwar ist die Zahl insgesamt noch gering, doch Rettungskräfte müssen sich auf die veränderte Technik einstellen. Läuft das glatt?

  • Uniformen der Feuerwehr hängen an einer Garderobe. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Uniformen der Feuerwehr hängen an einer Garderobe. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Mit Blick auf mehr Elektro-Fahrzeuge im Thüringer Verkehr fordern Rettungskräfte eine bessere Zusammenarbeit mit den Herstellern. Denn E-Autos mit Lithium-Batterien gelten als nicht leicht zu löschen. «Wir würden uns mehr Informationen wünschen und auch eine bessere Zusammenarbeit mit der Industrie», sagte Lars Oschmann, Vorsitzender des Thüringer Feuerwehrverbands, der Deutschen Presse-Agentur.

In Thüringen sind derzeit rund 2600 Elektroautos unterwegs. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl verdoppelt, geht aus Zahlen der Thüringer Energie- und Greentech-Agentur hervor. «Wenn man neue Technologien entwickelt, wäre es hilfreich, bevor diese auf den Markt kommen schon mit denjenigen zu sprechen, die bei Havarien dieser Technologien zum Einsatz kommen», ergänzte Oschmann. Es sei zum Beispiel nicht ausgeschlossen, dass sich die Akkus in E-Autos später durch interne Reaktionen wieder erhitzten und erneut in Brand gerieten.

Manche Feuerwehren hätten daher das Konzept, die Batterien über Tage in Wasser zu stellen, um zu verhindern, dass sie sich noch einmal entzünden. «Elektrofahrzeuge bergen Risiken für Rettungskräfte, das muss uns allen klar sein», sagte Oschmann. Dazu gehöre auch ein Stromschlag. Im Normalfall wird der Stromfluss der Batterie aber unterbunden, wenn im System ein Defekt auftritt, wie der ADAC informiert.

Innerhalb der Feuerwehr müssten Plattformen für den Erfahrungsaustausch gebildet und Fortbildungen über die Landesfeuerwehrschulen organisiert werden, forderte Oschmann. Dass das bisher nicht in dieser Form existiere, habe damit zu tun, dass es noch nicht viele entsprechende Unfälle gegeben habe. «Zum Glück gibt es diese Fälle nicht so häufig», sagte Oschmann. «Aber wenn es irgendwann eine bestimmte Anzahl gibt, wird sich auch unser Erfahrungsaustausch verstärken.»

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