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Feuerwehrmann läuft für guten Zweck in Montur nach Thüringen

21.09.2020 - Der Hamburger Feuerwehrmann Mario Schnepf hat am Montag in Hamburg einen Fußmarsch nach Sömmerda in Thüringen begonnen. Schnepf will die 363 Kilometer lange Strecke in fünf Tagen bewältigen, teilte die Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung (DKFS) in Hamburg mit. Dabei trägt er seine feuerfeste Ausrüstung, einschließlich Helm und Einsatzstiefeln, mit einem Gesamtgewicht von rund 25 Kilogramm. Bei einem Tagespensum von mehr als 70 Kilometern rechnet Schnepf mit einer täglichen Laufzeit von 14 bis 16 Stunden.

  • Mario Schnepf, Berufsfeuerwehrmann, steht in feuerfester Kleidung, inklusive Schutzhelm und Einsatzstiefel am Straßenrand. Foto: Georg Wendt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mario Schnepf, Berufsfeuerwehrmann, steht in feuerfester Kleidung, inklusive Schutzhelm und Einsatzstiefel am Straßenrand. Foto: Georg Wendt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 34 Jahre alte Berufsfeuermann will mit seinem Fußmarsch auf das Schicksal der mehr als 50 000 Familien aufmerksam machen, deren Kind von einer lebensverkürzenden Krankheit betroffen ist. Er läuft zugunsten der DKFS, deren Spendenaufkommen im Zusammenhang mit der Corona-Krise stark zurückgegangen ist. «Wir hoffen deshalb, möglichst viele Spenden sammeln zu können», sagte Schnepf nach den ersten Kilometern in Hamburg. Die Eltern der Kinder seien hoch belastet und brauchten Begleitung in dem oft jahrelangen Pflegeprozess für ihre kranken Kinder.

Sömmerda ist das Ziel des Fußmarsches, weil Schnepf an seiner vorigen Arbeitsstelle in Baden-Württemberg eine Partnerschaft mit der dortigen Feuerwehr unterhielt und nach dem Wechsel nach Hamburg den Kontakt weiterführte. Zudem ist Sömmerda Schauplatz des «Run4Kids», eines Benefizlaufs zugunsten des Kinderhospiz Mitteldeutschland.

Schnepf, selbst Vater einer elfjährigen Tochter, hat für seinen Marsch absichtlich nicht besonders trainiert. «Meine spartanische Vorbereitung soll symbolisieren, dass sich die betroffenen Eltern von lebensverkürzt erkrankten Kindern auch nicht auf eine solche Lebenssituation einstellen können», sagte er. «Über 6500 Familien erhalten pro Jahr in Deutschland die Diagnose, das ihr geliebtes Kind oftmals das Erwachsenenalter nicht erreichen wird. Gewissermaßen für alle eine Reise ins Ungewisse.»

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