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Gauland zweifelt indirekt an Meuthens Zukunft an AfD-Spitze

22.05.2020 - Im AfD-internen Machtkampf zweifelt Fraktionschef Alexander Gauland an der politischen Zukunft jener Führungsleute, die den Rauswurf des rechtsnationalen Politikers Andreas Kalbitz betrieben haben. «Wenn Herr Kalbitz nicht Recht bekommen sollte, vor dem Parteigericht oder einem ordentlichen Gericht, dann ist das eben so. Wenn er aber Recht erhält, dann wird es für diejenigen, die das losgetreten haben, schwierig», sagte Gauland dem «Spiegel». Das dürfte sich vor allem gegen den Parteivorsitzenden Jörg Meuthen richten.

  • Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen spricht zur Presse. Foto: Paul Zinken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen spricht zur Presse. Foto: Paul Zinken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der AfD-Bundesvorstand hatte die Mitgliedschaft von Kalbitz vor einer Woche auf Meuthens Betreiben per Mehrheitsbeschluss für nichtig erklärt. Als Grund wurde genannt, dass Kalbitz eine Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen «Heimattreuen Deutschen Jugend» (HDJ) und bei den Republikanern nicht angegeben hatte. Kalbitz gilt neben Höcke als wichtigster Vertreter des formal aufgelösten rechtsnationalen «Flügels» der Partei, der vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Strömung beobachtet wird.

Meuthen gibt sich weiter gelassen. «Ich kenne das Gerede, ich würde Bernd Lucke und Frauke Petry nachfolgen», sagte der AfD-Chef dem «Spiegel» in Anspielung auf zwei in Flügelkämpfen abgewählte Vorgänger im Amt des Parteichefs. «Aber das wird so nicht kommen.»

Kalbitz, der seinen Ausschluss anfechten will, hielt Meuthen und Parteivize Beatrix von Storch vor, mit seinem Rauswurf eigennützige Ziele zu verfolgen. «In Wirklichkeit geht es doch um die Spitzenkandidatur von Meuthen und von Storch für die kommende Bundestagswahl», sagte Kalbitz dem «Spiegel». Er sei «in diesem Spiel nur das Bauernopfer».

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