Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Hoch «Ulla» heizt Thüringen ein: Getränkeabsatz steigt

26.06.2019 - Sonne satt und Gluthitze: Thüringen schwitzt bei tropischen Temperaturen. Kühle Plätze und Erfrischungen sind da bei Mensch und Tier gleichermaßen begehrt.

  • Sonne über dem Dach des Neubaus des Bauhaus-Museums in Weimar. Foto: Martin Schutt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sonne über dem Dach des Neubaus des Bauhaus-Museums in Weimar. Foto: Martin Schutt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Mit Temperaturen weit über 30 Grad hat die Hitzewelle am Mittwoch auch in Thüringen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Am Mittwochnachmittag zeigte die Messstation in Jena (Sternwarte) mit 36,2 Grad vorläufig den heißesten Wert für einen Juni, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts sagte. Selbst auf den Kammlagen der Gebirge und im Thüringer Wald stiegen die Werte demnach auf knapp 30 Grad.

Der Getränkehersteller Thüringer Waldquell in Schmalkalden reagierte auf die steigende Nachfrage nach Getränken mit Sonderschichten. Bereits seit vier Wochen werden an den Wochenenden zusätzliche Schichten gefahren, wie Markenmanager Denny Löffler sagte. Bei hochsommerlichen Temperaturen verkaufe das Unternehmen an Spitzentagen doppelt so viele Getränke pro Tag wie im Jahresdurchschnitt. «Das sind bis zu 800 000 Liter am Tag», sagte Löffler. Aufgrund der gestiegenen Absätze werde im Unternehmen dringend Leergut benötigt. Nur so könne die Getränkeabfüllung in umweltfreundliche Mehrwegflaschen kontinuierlich aufrechterhalten werden.

Bei Hitze sollten vor allem ältere Menschen ausreichend trinken. «Die Leute sind achtsam und beherzigen die allgemeinen Verhaltensempfehlungen für diese extreme Wetterlage», sagte die Sprecherin des Helios Klinikums in Erfurt, Sylvia Kreyßel-Minar. Das Helios-Notfallzentrum habe bislang keine steigenden Patientenzahlen wegen hitzebedingter Behandlungen verzeichnet.

Die Temperaturen lassen auch die Tiere nicht kalt. Im Thüringer Zoopark bekommen die Lamas eine tägliche Dusche mit dem Wasserschlauch, für die Elefanten und Affen gibt es gefrorenes Obst. «Die Emus gehen jetzt häufiger im Wasserbecken baden und die Löwenkinder liegen im Gras und schlafen», sagte die Biologin im Erfurter Zoo, Dr. Heike Maisch.

Eine Herausforderung ist die Hitze auch für die 43 Tierpfleger und sechs Azubis, die in Südhanglage täglich allein Hunderte von Kilos an Bison- und Elefantenmist schaufeln und wegkarren müssen. «Wir stellen unseren Pflegern Sonnenhüte und -creme sowie Wasser zur Verfügung.» Zudem könnten sie bei der Hitze früher mit der Arbeit beginnen.

Bei ganzjährigen Temperaturen von acht bis zehn Grad bieten dagegen die Saalfelder Feengrotten auf bis zu 26 Metern unter der Erde angenehme Kühle. «Wir haben bislang eine gut besuchte Woche, unsere Gäste genießen die frische Luft im Berg», sagte Franziska Schreyer von der Erlebniswelt Saalfelder Feengrotten.

Während sich die Schüler in Thüringen derzeit über Hitzefrei und verkürzten Unterricht freuen, muss in den Büros dagegen weiter geschwitzt werden. Das Arbeitsrecht sieht für gewöhnlich keinen Anspruch auf Hitzefrei am Arbeitsplatz vor.

Laut der Arbeitsstättenverordnung sollte aber der Arbeitgeber bei einer Raumtemperatur von über 26 Grad tätig werden, um Gesundheitsgefahren zu vermeiden. Dazu könnten unter anderem die Lüftung in den frühen Morgenstunden, die Lockerung von Bekleidungsregelungen oder die Bereitstellung geeigneter Getränke gehören. Bei Temperaturen von über 30 Grad in den Arbeitsräumen muss der Chef wirksame Maßnahmen zum Gesundheitsschutz ergreifen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren