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Handwerk unterschiedlich von Corona-Krise betroffen

23.03.2020 - Erste Kosmetik- und Friseursalons haben schon Kurzarbeit für ihre Beschäftigten beantragt, weil sie wegen der Corona-Pandemie ihre Geschäfte schließen müssen. Andere Handwerksbetriebe können weiterarbeiten.

  • Eine Friseurin schneidet einem Kunden die Haare. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Friseurin schneidet einem Kunden die Haare. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Corona-Pandemie hat viele Handwerksbetriebe in Thüringen kalt erwischt. Unter den staatlich angeordneten Schließungen von Geschäften leiden nach Beobachtungen der Handwerkskammern vor allem Friseur- und Kosmetiksalons. Auch das Lebensmittelhandwerk wie Fleischer und Bäcker verzeichne teilweise deutliche Auftragseinbrüche, obwohl sie ihre Geschäfte weiter öffnen dürften, sagte der Sprecher der Handwerkskammer Ostthüringen, André Kühne, der Deutschen Presse-Agentur. Keine größeren Problem gebe es nach derzeitiger Kenntnis bei Bauhandwerkern wie Maurern, Dachdeckern, Zimmerleuten, Elektrikern und Klempnern.

Bei der Ostthüringer Kammer haben sich nach Angaben des Sprechers in den vergangenen Tagen bereits mehr als 1000 Handwerker gemeldet, ihre Probleme geschildert und um Unterstützung gebeten. Die Auftragsrückgänge durch die Corona-Krise bei Bäckern oder Fleischern erklärte sie damit, dass viele dieser Unternehmen normalerweise das Catering für Veranstaltungen übernehmen. «Deshalb gibt es auch da bei Einzelnen existenzielle Sorgen», sagte Kühne.

Viele am Bau tätigen Betriebe arbeiten derzeit noch auf Grundlage ihrer zuletzt sehr gut gefüllten Auftragsbücher, sagte der Sprecher der Handwerkskammer Südthüringen, André Kudernatsch. Für Bauhandwerker sei es auch deutlich einfacher als etwa für Kosmetiker oder Friseure, einen größeren Sicherheitsabstand zum Schutz vor Ansteckung zwischen sich und den Kunden zu halten.

Trotzdem empfiehlt die Kammer auch Bauhandwerkern, sich vor jedem Kundenbesuch nach möglichen Corona-Verdachtsfällen im Umfeld der Kunden zu erkundigen. Auch sollten sie wo immer möglich Schutzhandschuhe tragen, auch bei Arbeiten, bei denen das unter normalen Umständen nicht nötig sei. Zudem sollten sie Desinfektionsmittel mit sich führen und benutzen.

Kudernatsch zufolge sind auch bei Handwerksunternehmen, die derzeit noch weiter arbeiten dürfen, die Sorgen groß. «Teilweise kommt es bereits zu Lieferengpässen beim Material», sagte er. Auch Aufträge aus der Industrie blieben aus. Zudem gebe es Personalprobleme, weil viele Mitarbeiter wegen geschlossener Kindergärten und Schulen die Betreuung ihrer Kinder zu Hause übernehmen müssten.

Wie lange die Baubranche noch relativ unbeschadet von der Corona-Krise wird arbeiten können, hängt nach Einschätzung der beiden Kammern auch wesentlich davon ab, wann in Thüringen wieder so etwas wie Alltag einkehrt. Zudem sei entscheidend, wie stark sich die Krise auf die Investitionsbereitschaft von privaten Auftraggebern und der öffentlichen Hand auswirke.

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