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Helaba scheut nach Gewinnplus Prognose für 2020

25.03.2020 - Das Jahr 2019 lief letztlich besser als erwartet. Doch die wirtschaftlichen Aussichten sind trüb. Zudem hat sich die Landesbank Hessen-Thüringen im eigenen Haus einiges vorgenommen.

  • Das Gebäude der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist zu sehen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Gebäude der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist zu sehen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Deutschlands drittgrößte Landesbank Helaba sieht sich nach einer überraschenden Gewinnsteigerung 2019 für ein ungewisses Jahr gut gerüstet. «Die Helaba geht aus einer starken Position in die nun vor uns allen liegende schwierige Zeit», sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Herbert Hans Grüntker, am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. «Qualitativ können wir mit dem Jahr 2019 (...) definitiv zufrieden sein.» Eine Ergebnisprognose für 2020 gab der Vorstand nicht ab: Noch seien die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie nicht abschätzbar.

Im vergangenen Jahr verdiente das Frankfurter Institut, das Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg betreut, entgegen der jüngsten Prognose des Vorstandes mehr als 2018. Der Vorsteuergewinn stieg auf 533 (Vorjahr: 443) Millionen Euro, der Überschuss kletterte noch deutlicher auf 480 (Vorjahr: 278) Millionen Euro. Die Eigentümer - mehrheitlich die Sparkassen - sollen eine unveränderte Ausschüttung von 90 Millionen Euro erhalten.

Wegen des laufenden Stellenabbaus hatte der Vorstand Ende November die Gewinnerwartungen zurückgeschraubt. Damals hieß es, für 2019 werde ein Vorsteuerergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Ab sofort will die Helaba nur noch halbjährlich Zahlen veröffentlichen.

Im Jahresabschluss 2019 profitierte die Helaba nun deutlich von der Eingliederung des Kommunalfinanzierers DKD, der nach dem Kauf als KOFIBA Kommunalfinanzierungsbank GmbH firmierte. Belastet wurde das Ergebnis durch den Konzernumbau: Bis Ende 2022 sollen 380 bis 400 Arbeitsplätze in der Kernbank gestrichen werden, die zuletzt etwa 2700 Vollzeitkräfte zählte. Auf Führungsebene haben bereits einzelne Mitarbeiter die Bank verlassen. Im Konzern insgesamt stieg die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im vergangenen Jahr um 116 auf 6243 - überwiegend wegen der Übernahme von KOFIBA-Mitarbeitern.

Die Eingliederung der KOFIBA wirkte sich mit 125 Millionen Euro positiv aus, der Aufwand für Stellenabbau und Konzernumbau schlugen mit Rückstellungen in Höhe von 71 Millionen Euro zu Buche. Damit seien die Ergebnisbelastungen des Stellenabbaus komplett verarbeitet, erklärte Grüntker. Rechne man die beiden Sondereffekte heraus, ergebe sich für 2019 ein Ergebnisanstieg von rund zehn Prozent.

Ein anderes Großprojekt in der Sparkassen-Finanzgruppe liegt wegen der Corona-Pandemie vorübergehend auf Eis: die Schaffung eines Zentralinstituts. Nach dem Willen der Sparkassen sollen dafür in einem ersten Schritt die Helaba und die ebenfalls in Frankfurt angesiedelte Dekabank ein mögliches Zusammengehen ausloten.

Grüntker, der den Vorstandsvorsitz zum 1. Juni an Helaba-Vize Thomas Groß übergibt, äußerte sich überzeugt, «dass ein Zusammenrücken von Deka und Helaba für alle Beteiligten (...) Nutzen stiften kann, insbesondere für die Sparkassen-Finanzgruppe». Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, hatte angekündigt, er wolle das Projekt eines Zentralinstituts unverändert wieder aufnehmen, «sobald Corona besiegt ist».

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