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Hennig-Wellsow für Landeswohnungsbaugesellschaft

26.06.2019 - Thüringen will in Gera rund 5000 Wohnungen kaufen. Ist das erst der Anfang? Laut Linke-Fraktionschefin steht auch die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft im Raum.

  • Susanne Hennig-Wellsow, Landesvorsitzende Die Linke Thüringen, spricht auf dem Podium. Foto. Bodo Schackow/Archivbild Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Susanne Hennig-Wellsow, Landesvorsitzende Die Linke Thüringen, spricht auf dem Podium. Foto. Bodo Schackow/Archivbild Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Nach dem ersten Abschluss der Verhandlungen zum Rückkauf von rund 5000 Wohnungen in Gera durch das Land hat sich die Linke-Fraktionschefin für eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft ausgesprochen. Sie finde es richtig, dass das Land den Kauf der Geraer Wohnungsbaugesellschaft Elstertal anstrebe, sagte Susanne Hennig-Wellsow am Mittwoch in Erfurt.

«Wir haben 200 Millionen Euro im Landeswohnungsbauvermögen liegen. Und es ist doch besser, das für Wohnungen und für bezahlbaren Wohnraum zu verwenden», sagte die Linke-Politikerin. Es gebe in Gera jetzt die Gelegenheit. «Und möglicherweise aus dieser Entwicklung auch eine Landeswohnungsbaugesellschaft zu gründen, steht ja immer noch im Raum», betonte Hennig-Wellsow.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte am Samstag bekannt gegeben, dass die Verhandlungen zum Rückkauf von Anteilen an der Geraer Wohnungsbaugesellschaft Elstertal abgeschlossen seien. Der Kaufpreis ist noch nicht bekannt. Hennig-Wellsow sagte, der Rückkauf werde definitiv nicht die 200 Millionen aus dem Thüringer Wohnungsbauvermögen kosten. Einen genauen Betrag könne man aber noch nicht nennen.

Grünen-Fraktionschef Dirk Adams sagte, man vertraue auf den Sachverstand aus dem Infrastrukturministerium, «dass das eine vernünftige Sache ist». «Es wird sich zeigen, ob man damit nicht ein Geschäftsmodell aufmacht für die vielen Privaten, die Wohnungen gekauft haben und jetzt mit einer hohen Rendite wieder verkaufen», sagte Adams. Man werde in vielen Jahren erst sehen, ob sich die Wünsche erfüllen, aktiv im Wohnungsmarkt für Mieter Gutes zu tun.

Von der CDU-Fraktion kam Kritik. «Eine wohnungswirtschaftliche Notlage scheint mir in Gera nicht vorzuliegen», sagte Jörg Geibert, parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Er bezeichnete das Vorhaben als «sehr preiswertes offenkundiges Wahlgeschenk im Vorfeld der Landtagswahlen». Wohnungsmarktpolitisch könne er keinerlei Sinn in dem Projekt erkennen. Hennig-Wellsow dagegen sagte, es gebe im Land einen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen.

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