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Hundeführer der Polizei bekommen einfacher Geld für Ex-Hunde

15.05.2019 - Sie erschnüffeln Drogen und Sprengstoff: Hunde unterstützen auch die Thüringer Polizei. Damit sich deren zweibeinige Partner besser um die Tiere kümmern können, gibt es nun eine neue Verordnung.

  • Ein Diensthundeführer trägt einen Polizeihund. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Diensthundeführer trägt einen Polizeihund. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Um ihre ehemaligen Diensthunde besser betreuen zu können, erhalten Thüringer Polizisten nun mehr finanzielle Unterstützung vom Land. Rückwirkend zum 1. Januar sei eine Dienstanweisung in Kraft getreten, mit der die Versorgung der Vierbeiner verbessert werde, sagte Innenminister Georg Maier (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Hundeführer und Diensthund waren ein Leben lang ein Team. Da dürfen wir dieses Band im Alter des Tieres nicht herzlos zerschneiden.»

Die neue Dienstanweisung sieht nach Maiers Angaben vor, dass ein nicht mehr einsatzfähiger Polizeihund ab einem Alter von acht Jahren bei seinem bisherigen Hundeführer bleiben kann. Der Beamte erhält in diesem Fall 50 Euro pro Monat für Futter und Pflege. Anfallende Tierarztkosten würden ersetzt.

Bisher waren die Hundeführer dem Innenministerium zufolge meist ausschließlich privat für den Unterhalt der Tiere aufgekommen, wenn diese aus dem Polizeidienst ausschieden - wegen komplizierter Regelungen in der bisherigen Verordnung.

Maier hatte vor wenigen Monaten angekündigt, die Unterhaltsregelungen für Ex-Polizeihunde verbessern zu wollen. Vor allem müsse das Land mehr Geld als bisher geben, um die Krankheitskosten ehemaliger Diensthunde mitzufinanzieren.

Nach Angaben des für das Diensthundewesen der Landespolizei zuständigen Beamten erkranken besonders Brandspürhunde im Alter häufig an Krebs, weil sie in ihrer Dienstzeit regelmäßig gesundheitsschädlichen Dämpfen ausgesetzt sind.

Die Hunde leben in aller Regel schon während ihrer aktiven Dienstzeit bei den Beamten zu Hause. Nach Angaben des Innenministeriums erhalten die Hundeführer dann eine Aufwandsentschädigung in Höhe von etwa 96 Euro monatlich. Laut Polizei entschieden die Hundeführer selbst, ob sie ihren Hund privat weiter halten, wenn er aus dem Dienst scheidet. Viele Beamte betreuten den Hund aber bis zu seinem Lebensende, hieß es. Polizeihunde stünden im Durchschnitt etwa sieben Jahre im Dienst des Landes. Pro Jahr kauft die Polizei etwa zwölf neue Diensthunde. Es gibt in Thüringen vier Polizei-Hundestaffeln in Gotha, Suhl, Nordhausen und Gera. Aktuell gibt es 72 Polizeihunde und 57 Diensthundeführer.

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