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Hunderte Menschen bei Fest für Weimarer Verfassung

11.08.2019 - Im Urlaub in Schwarzburg setzte Reichspräsident Friedrich Ebert einst seine Unterschrift unter die Verfassung der Weimarer Republik. Das wurde dort am Sonntag gefeiert.

  • Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) spricht beim Verfassungsfest am Ort der Unterzeichnung. Foto: Michael Reichel © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) spricht beim Verfassungsfest am Ort der Unterzeichnung. Foto: Michael Reichel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwarzburg (dpa) - 100 Jahre nach der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung im thüringischen Schwarzburg hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zum aktiven Einsatz für das demokratische Gemeinwesen aufgerufen. «Die Lehre der Weimarer Republik ist, dass jede und jeder von uns dafür verantwortlich ist, für die Demokratie einzustehen», sagte sie anlässlich eines Verfassungsfests am Ort der Unterzeichnung am Sonntag. Am 11. August 1919 hatte der sozialdemokratische Reichspräsident Friedrich Ebert während eines Urlaubs in Schwarzburg die Verfassung der ersten deutschen parlamentarischen Demokratie unterschrieben und sie damit in Kraft gesetzt.

Mehrere Hundert Menschen, darunter mehrere Mitglieder der Thüringer Landesregierung, kamen zu dem Fest auf dem Gelände des Schlosses Schwarzburg. Die Polizei sprach von 500 bis 800 Teilnehmern. In unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses hatte Ebert vor einem Jahrhundert sein Feriendomizil. Unklar ist, wo genau er die historische Unterschrift leistete. Authentisch in Frack und Zylinder gekleidet, verkörperte am Sonntag der Weimarer Schauspieler Nicolaus Jantosch den ersten demokratisch gewählten deutschen Präsidenten, der 1925 gestorben war.

Sein Nachfolger als Reichspräsident, Paul von Hindenburg ernannte am 30. Januar 1933 den Nationalsozialisten Adolf Hitler zum Reichskanzler und besiegelte damit nach nicht einmal 14 Jahren das Ende der Demokratie von Weimar. Die Weimarer Verfassung war am 31. Juli 1919 beschlossen worden.

Mehrere Teilnehmer des Verfassungsjubiläums waren stilgerecht per Oldtimer-Auto von Weimar in das gut 60 Kilometer entfernte Schwarzburg gekommen. Auch Radfahrer und Wanderer machten sich auf den Weg. Zum Programm des von der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalteten Festes gehörten unter anderem ein Vortrag, Führungen durch Schloss Schwarzburg und eine Ausstellung zum Frauenwahlrecht, das zu den Errungenschaften der Weimarer Verfassung gehört.

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