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Jenoptik-Vorstand: Mehrere Interessenten für Militärgeschäft

12.11.2019 - Nach dem Rekordjahr 2018 verläuft das Geschäft eines der größten Ost-Konzerne in diesem Jahr verhaltener. Der Vorstand der börsennotierten Jenoptik AG sieht sich aber bei einem wichtigen Vorhaben auf einem guten Weg.

  • Der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Stefan Traeger. Foto: Jens-Ulrich Koch/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Stefan Traeger. Foto: Jens-Ulrich Koch/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jena (dpa/th) - Geringere Bestellungen deutscher Autohersteller und das Warten auf die Freigabe eines Rüstungsauftrags haben für eine verhaltene Geschäftsentwicklung beim Jenoptik-Konzern gesorgt. Der Umsatz stieg von Januar bis Ende September um 0,4 Prozent auf 595,7 Millionen Euro, wie der Vorstand des börsennotierten Unternehmens am Dienstag in Jena mitteilte. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 44,3 Millionen Euro nach 53,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Mit Verweis auf eine Belebung im dritten Quartal bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Stefan Traeger die Jahresprognose mit einem Konzernumsatz von 850 bis 860 Millionen Euro. «Wir sind guten Mutes, dass wir 2019 Wachstum erreichen werden und die operative Profitabilität etwas ausbauen.» 2018 hatte Jenoptik einen Konzernumsatz von rund 835 Millionen Euro erzielt.

Traegers Vertrag an der Spitze eines der größten börsennotierten Unternehmen in Ostdeutschland mit mehr als 4100 Mitarbeitern wurde nach Unternehmensangaben um fünf Jahre verlängert. Jenoptik ist auf Laser, Mess- und Automatisierungstechnik vor allem in der Auto- und Halbleiterindustrie sowie Anlagen zur Tempoüberwachung auf Straßen spezialisiert.

Die Militärtechnik als vierter Bereich steht zum Verkauf. Traeger rechnet im kommenden Jahr mit dem Verkauf dieser Sparte. «Es gibt mehrere Interessenten aus verschiedenen Bereichen», sagte er. Er gehe davon aus, dass Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres mit konkreten Verkaufsverhandlungen begonnen werden kann. «Wir sind da eigentlich gut unterwegs.» Jenoptik hatte den Verkauf der Sparte, die inzwischen unter dem Namen Vincorion firmiert, im vergangenen Jahr angekündigt.

In diesem Jahr hatten Rüstungsexportbeschränkungen der Bundesregierung größere Auswirkungen auf den Bereich, in dem unter anderem Teile für Panzer produziert werden. Der Umsatz der Militärtechniksparte lag von Januar bis Ende September bei 96,8 Millionen Euro und damit etwa ein Fünftel unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Im Oktober sei die Lieferung von Stromversorgungsaggregaten für das Flugabwehrraketensystem «Patriot» an die Vereinigten Arabischen Emirate jedoch genehmigt worden, so Traeger. Die Lieferung im Wert von etwa zehn Millionen Euro würde noch in diesem Jahr erfolgen. «Das ist für den Verkaufsprozess schon von Bedeutung», sagte der Vorstandsvorsitzende.

Die Jenoptik-Sparte Vincorion, die Ende September über einen Auftragsbestand von rund 169 Millionen Euro verfügte, beschäftigte aktuell 812 Mitarbeiter.

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