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Jüdische Landesgemeinde gedenkt der Opfer der NS-Pogromnacht

08.11.2019 - Erfurt/Weimar (dpa/th) - 81 Jahre nach den antijüdischen Pogromen in Deutschland hat die jüdische Landesgemeinde Thüringen der Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung gedacht und zu Engagement gegen neuen Antisemitismus aufgerufen. An einer Veranstaltung auf dem jüdischen Friedhof Erfurt nahmen am Freitag nach Polizeiangaben rund 50 Menschen teil, darunter auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 hatten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand gesteckt und jüdische Bürger misshandelt, verschleppt und ermordet. Auch in Thüringen brannten jüdische Gotteshäuser.

  • Alexander Nachama, Rabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, steht in der Erfurter Neuen Synagoge. Foto: Martin Schutt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Alexander Nachama, Rabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, steht in der Erfurter Neuen Synagoge. Foto: Martin Schutt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei einer Gedenkfeier mit 70 Teilnehmern im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar sprach Landesrabbiner Alexander Nachama das Totengebet für die dort von den Nazis ermordeten Juden. Nach der Pogromnacht hatten die Nationalsozialisten fast 10 000 jüdische Männer in dem KZ inhaftiert. Staatliche Behörden und die SS erpressten dort nach Angaben der KZ-Gedenkstätte von ihnen die Aufgabe ihres Besitzes und die Verpflichtung, Deutschland zu verlassen. Das jüdische Sonderlager existierte 100 Tage, in dieser Zeit kamen dort 250 Menschen ums Leben.

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