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KZ-Gedenkstätten: SPD will Vorwürfe ernst nehmen

17.10.2019 - Nach der fristlosen Kündigung des Leiters der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora tauchten Vorwürfe gegen den Leiter der zuständigen Gedenkstättenstiftung auf. Das beschäftigte nun auch den Landtag.

  • Thomas Hartung, SPD-Abgeordneter, spricht im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thomas Hartung, SPD-Abgeordneter, spricht im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Nach Ansicht des kulturpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Thomas Hartung, sollen Mobbing-Vorwürfe gegen den Leiter der KZ-Gedenkstätte Buchenwald, Volkhard Knigge, geprüft werden. Es sei aber abwegig, das im Plenum des Landtags zu tun, sagte Hartung am Donnerstag in Erfurt. Die Abgeordneten kamen zu einer von der CDU beantragten Sondersitzung zusammen, nachdem Kritik am Führungsstil Knigges laut geworden war. Hartung und weitere Vertreter der SPD sowie von CDU, Linke und Grünen würdigten die Arbeit Knigges bei der Sitzung zugleich als herausragend.

Für die Gedenkstätten der früheren Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora ist eine Stiftung zuständig. Knigge ist seit vielen Jahren deren Direktor. Im Mai hatte der Stiftungsrat die fristlose Kündigung des Leiters der Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Stefan Hördler, beschlossen. Über die Hintergründe gab es mit Verweis auf Schutz der Persönlichkeitsrechte keine offiziellen Angaben. Wegen der Kündigung läuft derzeit aber ein Arbeitsgerichtsverfahren. Nach Hördlers Entlassung waren im Oktober im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» schwere Vorwürfe gegen Knigge erhoben worden. Knigge wies die Anschuldigungen zurück.

Bei der Sondersitzung im Landtag warfen Vertreter von Rot-Rot-Grün der CDU-Landtagsfraktion nun vor, den Fall zu Unrecht in die Öffentlichkeit zu zerren. Personalangelegenheiten müssten sensibel und nicht während einer Landtagssitzung öffentlich besprochen werden, sagte die Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss. Dass der Landtag auf Antrag der Union über diese Personalie gesprochen habe, zeige, dass es der CDU an der nötigen Sensibilität in solchen Belangen fehle.

Ähnlich äußerte sich auch die Grüne-Parlamentarierin Madeleine Henfling. Unmittelbar vor Beginn der von der CDU beantragten Sondersitzung habe die Landesregierung die Abgeordneten in einer vertraulichen Sitzung über die ihr vorliegenden Erkenntnisse zur Entlassung Hördlers informiert. Dabei seien alle Fragen geklärt worden. Die CDU hätte also die Chance gehabt, ihre Antrag auf eine Beratung des Themas zurückzuziehen.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke sagte, die Konflikte innerhalb der Gedenkstätten-Stiftung seien kein politischer Skandal. So etwa komme überall dort vor, wo Menschen gemeinsam arbeiteten.

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