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Kassenärzte auf Fieber-Sprechstunden vorbereitet

21.09.2020 - Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen sieht sich angesichts der befürchteten Zunahme von Corona-Fallzahlen im Herbst und Winter für die neuerliche Einrichtung von Fieber-Sprechstunden gerüstet. Bei Bedarf wären elf Infekt-Sprechstunden und drei weitere Anlaufstellen sowohl für Infekt-Patienten als auch für Corona-Abstriche verfügbar, teilte ein Sprecher am Montag auf Anfrage mit.

  • Ein Stethoskop liegt im Behandlungszimmer eines Arztes. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Stethoskop liegt im Behandlungszimmer eines Arztes. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aktuell erfolgten Infektbehandlungen in der Regel in den Arztpraxen, vor allem denen von Haus- und Kinderärzten. Sie würden getrennt von der Behandlung anderer Patienten organisiert. Zwei Infekt-Sprechstunden außerhalb von Arztpraxen würden aber bereits jetzt nach Bedarf geöffnet, sagte der Sprecher.

Bereits auf dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie hatte die KV derartige Anlaufstellen eingerichtet - parallel zu 25 Abstrichstellen für Corona-Tests. Letztere seien seit August flächendeckend wieder hochgefahren worden, hieß es. Zusätzlich könnten vier mobile Abstricheinheiten bei Bedarf an Corona-Brennpunkten eingesetzt werden. Allein in den festen Abstrichstellen seien über den Sommer bis Ende August 11 000 Abstriche genommen und die entsprechenden Laboruntersuchungen veranlasst worden.

Aus Sicht von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sind Fieber-Ambulanzen gerade im Herbst und Winter wichtig. «Gerade jetzt, wenn die Erkältungszeit kommt, werden die Symptome wieder schwieriger erkennbar», sagte sie am Montag.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zu Wochenbeginn für zentrale Anlaufstellen für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, plädiert. Er setzt darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche «Fieberambulanzen» vor Ort anbieten. Eine offizielle Anfrage oder Anforderung des Bundesgesundheitsministeriums gibt es laut KV bislang nicht, auch nicht von Landes- oder kommunalen Behörden. Die KV ist die Selbstverwaltungsorganisation der niedergelassenen Ärzte und für die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung verantwortlich.

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