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Kirche startet Fastenaktion für Frieden in Syrien

01.03.2020 - Mit ihrer diesjährigen Fastenaktion lenkt die katholische Kirche den Blick auf die Situation der Menschen im Bürgerkriegsland Syrien und im Libanon. Im Eröffnungsgottesdienst werden Schicksale geschildert, die zu Tränen rühren.

  • Wallfahrtsministranten mit dem Hungertuch ziehen beim Katholischen Gottesdienst in den Dom ein. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wallfahrtsministranten mit dem Hungertuch ziehen beim Katholischen Gottesdienst in den Dom ein. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Mit einem Festgottesdienst im Erfurter Dom ist die bundesweite Fastenaktion des katholischen Hilfswerks Misereor unter dem Leitwort «Gib Frieden!» gestartet. «Frieden ist ein fragiles Gut geworden», beklagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Sonntag vor den Gläubigen im Mariendom. Er rief sie dazu auf, die Fastenzeit zu einer Zeit des Engagements für den Frieden zu machen. Der Gottesdienst wurde live im ARD-Fernsehen übertragen.

Im Fokus der diesjährigen Fastenaktion steht der seit 2011 dauernde Bürgerkrieg in Syrien und dessen Auswirkungen auf das Nachbarland Libanon. Mit eindringlichen Worten schilderte der Apostolische Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, in seiner Predigt die Grauen des Bürgerkriegs und die Schicksale von Kriegsflüchtlingen. Er sprach davon, wie Kinder auf der Flucht an Hunger, Kälte und Durst in den Armen ihrer Mütter sterben. «Kinder betteln um Brot und keiner bringt es ihnen.» Die Kirche sei aufgerufen, Lazarett und «Haus des Brotes» zu sein. Zugleich dankte er den Menschen in Deutschland für ihre bisherige «großzügige Solidarität».

Die Fastenzeit, die bis Ostern dauert, sei eine Zeit der Umkehr und der Buße, sagte Erfurts Bischof Ulrich Neymeyr. Zugleich erinnere sie an das Fasten Jesu in der Wüste. Mit der Aktion des Hilfswerks Misereor soll in den nächsten Wochen Geld für Projekte gesammelt werden, die den Menschen vor Ort helfen. Dabei geht es laut Spiegel etwa um Schulen als Begegnungsraum von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen, Sozialzentren sowie die psychosoziale Betreuung von Menschen, die durch Flucht, Gewalt und Missbrauch traumatisiert sind. Dazu arbeitet Misereor mit Partnerorganisationen in Syrien und dem Libanon zusammen.

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