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Knapp 280 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten im Jahr 2019

21.02.2020 - Vergewaltigungsvorwürfe gegen zwei Thüringer Polizisten haben für Schlagzeilen gesorgt. Es sind nicht die einzigen Verdachtsfälle, in denen interne Ermittlungen Vorwürfe gegen Polizeibeamte prüfen.

  • (zu dpa «Knapp 280 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten im Jahr 2019»). Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    (zu dpa «Knapp 280 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten im Jahr 2019»). Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Bei der Thüringer Polizei sind im vergangenen Jahr 279 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten eingeleitet worden. Namentlich bekannt seien dabei 280 Tatverdächtige, wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion in Erfurt auf Anfrage mitteilte. In 75 Verfahren liefen die Ermittlungen gegen unbekannt. Am häufigsten ging es bei internen Ermittlungen um den Verdacht der Körperverletzung im Amt und um den der Strafvereitelung im Amt. Eingestellt wurden nach bisher vorliegenden Ergebnissen 94 Verfahren. Wie häufig es zu Anklagen kam, konnte der Sprecher nicht sagen. Dazu liege keine Rückmeldung der Staatsanwaltschaft vor.

Verglichen mit 2018 bewegte sich die Zahl der Verfahren nach Einschätzung der Landespolizeidirektion auf relativ konstantem Niveau. 2018 waren demnach 274 Verfahren geführt worden, 40 davon gegen unbekannt. In den übrigen Verfahren gab es 361 Tatverdächtige. Im Jahr 2018 wurden 179 Ermittlungsverfahren eingestellt.

Für Aufregung hatten zuletzt Vergewaltigungsvorwürfe gegen zwei Polizisten gesorgt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat Anklage gegen sie unter anderem wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung im besonders schweren Fall erhoben. Auch Ermittlungen wegen des Verdachts der Strafvereitelung und des Verrats von Dienstgeheimnissen gegen einen ihrer Kollegen laufen.

Die beiden Beschuldigten sollen Ende September 2019 eine Frau zunächst in Gewahrsam genommen haben, um die Identität der 32-Jährigen zu überprüfen. Gemeinsam sollen sie daraufhin mit der Frau in deren Arnstädter Wohnung (Ilm-Kreis) gegangen sein. Dort sollen die Polizisten dann nacheinander gegen den Willen mit der Frau Sex gehabt haben. Bei den Ermittlungen haben sie laut Staatsanwaltschaft gesagt, der Sex sei einvernehmlich gewesen.

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