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Konjunkturtal August: Arbeitslosenquote steigt

29.08.2019 - Auch im August war auf dem Thüringer Arbeitsmarkt ein kleiner Dämpfer zu spüren. Der Blick richtet sich kurz vor Start des Ausbildungsjahres aber auch auf die Azubi-Situation - und die lässt aus mancher Sicht zu wünschen übrig.

  • Das Logo vom Jobcenter spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo vom Jobcenter spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt/Halle (dpa/th) - Mit rund 59 300 Thüringern ohne Job hat die Arbeitslosenquote im August im Freistaat leicht auf 5,3 Prozent zugelegt. Das sei ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat, teilte die Landesarbeitsagentur am Donnerstag mit. «Anders als im vergangenen Jahr ist die Arbeitslosigkeit im August weiter gestiegen. Das hat unter anderem auch konjunkturelle Ursachen», sagte Kay Senius, Chef der Arbeitsagenturen in Thüringen.

Das zeige sich etwa in der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Zahl neuer Stellenmeldungen etwa im verarbeitenden Gewerbe und der Zeitarbeit. «Von einer Krise sind wir aber weit entfernt», so Senius.

Arbeitgeber hatten im August demnach 4500 neue Stellen gemeldet - 400 weniger als im Vormonat und 600 weniger als im Vorjahresmonat. Die Deckung des weiterhin hohen Fach- und Arbeitskräftebedarfs sei nach wie vor eine große Herausforderung, teilte Arbeitsministerin Heike Werner (Linke) angesichts der Zahlen mit. «Die Vakanzzeit zur Besetzung von gemeldeten Stellen ist im Vergleich zum Vorjahr um 17 auf nunmehr 190 Tage gestiegen», so Werner.

Deutschlandweit wurden im August 2,319 Millionen Arbeitslose gezählt - 44 000 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent.

In Thüringen fiel die Arbeitslosenquote in der Stadt Gera mit 8,3 Prozent im August am höchsten aus. Darauf folgen der Kyffhäuserkreis mit 7,7 sowie die Landkreise Nordhausen und Altenburger Land mit jeweils 7 Prozent. In den Landkreisen Hildburghausen (3,4 Prozent), Sonneberg (3,8) und Eichsfeld (3,9) war sie am geringsten.

Senius geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten zurückgehen werde - des Konjunkturtals wegen werde das allerdings etwas langsamer vonstattengehen.

Ende August waren nach Angaben der Arbeitsagentur rund 1550 Bewerber noch ohne Ausbildungsplatz. Dagegen meldeten Betriebe knapp 4500 noch unbesetzte Ausbildungsstellen. Aus Sicht des Gewerkschaftsbundes DGB müsse daher die duale Berufsausbildung attraktiver werden. «Wir brauchen eine Steigerung der Ausbildungsqualität, eine angemessene Vergütung und die Sicherheit, dass junge Menschen nach der Ausbildung auch fest übernommen werden», sagte der stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt.

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