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Kreis Sonneberg bleibt Corona-Hotspot

01.06.2020 - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat in Thüringen die Marke von 3000 geknackt. Größter Brennpunkt bleibt der Kreis Sonneberg in der Grenzregion zu Bayern. Derweil scheint sich im Kreis Greiz das Infektionsgeschehen zu beruhigen.

  • Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19 Verdacht für die weitere Analyse vor. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19 Verdacht für die weitere Analyse vor. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einem erneuten Corona-Ausbruch bleibt der Kreis Sonneberg Brennpunkt der Pandemie in Thüringen. Am Montag wurden vom dortigen Landratsamt drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in der Grenzregion zu Bayern auf 17. Zugleich wurden übers lange Pfingstwochenende neun neue Infektionen bekannt. Damit liegt die Rate der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen weiter über der kritischen Marke von 50. Das Landratsamt verzichtet deswegen vorerst auf Lockerungen und lässt die derzeitige Allgemeinverfügung bestehen.

Landesweit wurde am Montag die Marke von 3000 bestätigten Corona-Infektionen überschritten, wie aus einer Übersicht der Staatskanzlei in Erfurt hervorgeht. Demnach wurden innerhalb von 24 Stunden 29 weitere Infektionen bekannt. Damit stieg die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 3015. Die Zahl der an oder mit einer solchen Infektion Gestorbenen wurde mit 162 angegeben. Allerdings sind darin die drei neuen Todesfälle aus dem Kreis Sonneberg noch nicht berücksichtigt.

Das Infektionsgeschehen im Kreis Greiz, der bundesweit als Corona-Brennpunkt Schlagzeilen gemacht hatte, scheint sich den Angaben zufolge dagegen vorerst beruhigt zu haben. Er belegt mit einer Neuinfektionsrate von 15,3 in Thüringen nur noch den dritten Platz hinter dem Kreis Sonneberg und der Stadt Gera (24,4). Ebenfalls eine zweistellige Rate wurde der Kreis Gotha (11,8) registriert. In sieben Kreisen und kreisfreien Städten lag die Rate dagegen bei 0; landesweit wurde sie mit 6,6 angegeben.

Derweil wurden an Schulen in Suhl und in Worbis (Kreis Eichsfeld) neue Corona-Infektionen nachgewiesen. So habe sich eine Lehrkraft an der Regelschule Worbis mit dem Virus angesteckt, teilte das Landratsamt mit. Schüler, die von ihr in der vergangenen Woche mehr als eine Stunde unterrichtet worden seien, müssten in Quarantäne. Zudem sollten alle Lehrer und Schüler der betroffenen Klassen am Pfingstmontag getestet werden. Auch die Stadt Suhl meldete am Sonntag eine zweite Corona-Infektion an einer Grundschule. Dort sei ein weiteres Kind positiv auf das Virus getestet worden, hieß es.

Unterdessen erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, dass das Land zur Kostenübernahme von erweiterten Corona-Tests bereit sei. Das Land würde finanziell einspringen, bis die Kostenübernahme durch die Krankenkassen geklärt sei, stellte er klar. Tests von Kontaktpersonen von Infizierten, die noch keine Symptome zeigten, würden inzwischen auch vom Robert-Koch-Institut empfohlen.

Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) hatte dem Land zuvor vorgeworfen, sich der Kostenübernahme zu verweigern. Laut dem Ministeriumssprecher liegt dazu aber bislang noch gar keine Anfrage aus dem Kreis Greiz vor. Das Ministerium habe sich nur Tests in Pflegeheimen ohne Corona-Infektionen verweigert.

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