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Krisenstabsmitglieder in Jena negativ auf Corona getestet

24.03.2020 - Ein Moment der Erleichterung für Jena: Bei Oberbürgermeister und anderen Krisenstabsmitgliedern, die Kontakt mit einem infizierten Kollegen hatten, sind jüngste Tests auf das Coronavirus negativ ausgefallen. Eine Konsequenz wurde aus der Episode bereits gezogen.

  • Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19 Verdacht vor. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19 Verdacht vor. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Mitglieder des Corona-Krisenstabs in Jena sollen nun regelmäßig präventiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet werden. Diese Konsequenz habe man aus der Zitterpartie um eine mögliche Infektion des gesamten Stabs inklusive des Oberbürgermeisters der zweitgrößten Stadt Thüringens gezogen, erklärte Stadtsprecher Kristian Philler am Dienstag.

Ein Dezernent in der Stabsleitung war positiv auf das Virus getestet worden. Deshalb wurden die anderen Mitglieder vorsorglich unter Quarantäne gestellt und auch bei ihnen Untersuchungen veranlasst. Diese seien aber negativ ausgefallen. Auch für Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) liege ein negatives Ergebnis vor, wie Philler bestätigte.

Stabsmitglieder sollen nun möglichst alle zwei Tage getestet werden, sagte Philler. Sie würden wie etwa Mitarbeiter im medizinischen Bereich als systemkritisch eingestuft. Deshalb könnten sie nun soweit Testergebnisse negativ bleiben ihre Arbeit auch außerhalb ihrer Wohnungen fortführen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sie ständig Atemschutzmasken tragen und sich möglichst nur zwischen Arbeit und Zuhause bewegten.

«Vieles lässt sich im Krisenstab telefonisch regeln, aber manchmal muss man sich auch zusammensetzen - dann mit Abstand und Schutzvorkehrungen», erklärte Philler. So müsse etwa der Oberbürgermeister das Haus verlassen, um nötige Unterschriften zu leisten. «Wir sind ein visuelles und physisches Miteinander gewohnt, die Situation nun ist auch eine Frage der Gewöhnung», so Philler.

Die Stadtverwaltung erfasste am Montagabend 90 Infektionsfälle in Jena und einen Todesfall. Dabei handelte es sich um einen 83-Jährigen, der am Freitag nach einer Infektion gestorben war. Er wird nun in den Statistiken von Land und Stadt als erster bekannter Todesfall Thüringens im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gelistet. Ob das Virus auch die Todesursache war, blieb auch am Dienstag unklar. «Es deutet aber alles daraufhin, dass das Virus zum Tod des Mannes geführt hat», sagte Philler. So habe sich der Zustand des Mannes, der an Vorerkrankungen litt, vor seinem Tod akut verschlechtert. Allerdings habe es keine Autopsie gegeben.

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