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Kruppa: Moria-Flüchtlinge in Europa verteilen

16.09.2020 - Thüringens Integrationsbeauftragte Mirjam Kruppa hat die sofortige Verteilung aller bislang im abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos lebenden Menschen verlangt. «In verantwortungsloser Weise hat Europa zu lange erlaubt, dass die Menschen ihrem Schicksal überlassen werden», heißt es in einer von Kruppa und ihren Kollegen aus acht weiteren Bundesländern am Mittwoch verbreiteten Erklärung. Statt ein neues Lager auf Lesbos aufzubauen, müsse es aufgelöst werden und alle Geflüchteten müssten auf menschenwürdige Unterkünfte in Europa verteilt werden.

  • Die Thüringer Integrationsbeauftragte Mirjam Kruppa. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Thüringer Integrationsbeauftragte Mirjam Kruppa. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dazu sollte die Bundesregierung laut Erklägung die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) abgelehnten Landesaufnahmeprogramme von Berlin und Thüringen bewilligen und auf die explizite Aufnahmebereitschaft weiterer Bundesländer und Kommunen zurückgreifen. Griechenland will alle rund 12 000 Bewohner des abgebrannten Lagers Moria in der Ägais weiter vor Ort unterbringen. Derzeit wird dort ein provisorisches Zeltlager errichtet.

Union und SPD hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass Deutschland 1553 zusätzliche Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufnehmen will. Dabei geht es um Menschen, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Möller erklärte am Mittwoch, jede Forderung nach Aufnahme von Migranten aus Moria «wirkt wie ein Brandbeschleuniger für andere griechische Lager und widerspricht dem Gedanken europäischer Solidarität».

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