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Land unterstützt Waldbesitzer mit 20 Millionen Euro in 2020

26.05.2020 - Thüringens Wälder sind durch Trockenheit und Borkenkäfer stark geschädigt. Das Land nimmt nun viel Geld in die Hand, um den Waldbesitzern bei der Schadensbekämpfung unter die Arme zu greifen.

  • Ein umgeknickter Baum. Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein umgeknickter Baum. Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zur Beseitigung der Waldschäden in Thüringen stellt die Landesregierung in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro bereit. Seit Jahresbeginn seien über zwei Förderrichtlinien bereits mehr als 6,8 Millionen Euro an private und kommunale Waldbesitzer ausgezahlt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium am Dienstag mit. Die landesweit rund 180 000 Waldbesitzer bräuchten für die Bewältigung der Probleme durch Dürre und Borkenkäfer finanzielle und logistische Hilfe. Für das nächste Jahr werde daher ebenfalls eine Fördersumme von etwa 20 Millionen Euro angestrebt.

Nach zwei sehr trockenen Jahren sind Thüringens Wälder in Gefahr. Auch Borkenkäfer, Stürme und Brände haben den Nadel- und Laubwäldern arg zugesetzt. Millionen Bäume starben ab. So fielen im Vorjahr mit rund 4,8 Millionen Kubikmetern so viel Schadholz wie nie zuvor an. Als Reaktion auf die dramatische Waldsituation hatte die Landesregierung im vergangenen August einen Aktionsplan Wald aufgelegt. Über dessen bisherige Umsetzung informierte das Ministerium am Dienstag das Kabinett.

«Wir investieren große Summen in mehr Personal und geeignete Technik, damit wir den Wald gegen den Klimawandel wappnen und ihn vor Trockenheit, Waldbränden sowie Schädlingen schützen können», betonte Forststaatssekretär Torsten Weil. Bereits 2019 seien 16,6 Millionen Euro an kommunale und private Waldbesitzer zur Schadensbekämpfung ausgereicht worden. Auch die reguläre Finanzierung der Landesforstanstalt wurde den Angaben zufolge um bis zu 16 Millionen Euro bis 2022 aufgestockt.

Zu den bisherigen Ergebnissen des Aktionsplans gehört unter anderem der Einsatz von Drohnen und die Auswertung von Satellitendaten, um Schadflächen besser bewerten zu können. Zudem wurde per Gesetz die Schaffung von klimastabilen Wäldern als Aufgabe festgeschrieben. Des weiteren wurde die Thüringer Bauordnung überarbeitet, um klimafreundliches Bauen mit Holz zu erleichtern. Um Waldbränden zu begegnen, werden etwa Feuerlöschteiche in Waldgebieten saniert. Zudem soll künftig der Katastrophenschutz auch zur Waldbrandbekämpfung eingesetzt werden können.

Forststaatssekretär Weil befürchtet bei erneuter starker Trockenheit in diesem Jahr Schäden in ähnlicher Höhe. «Die derzeitigen Niederschläge entspannen die Situation im Wald etwas.» Viele Wälder könnten kurzfristig nicht mehr auf drastische Klimaveränderungen wie Hitze und Trockenheit reagieren. Die geschwächten Bäume würden dadurch für Schädlinge anfällig, die sich stark vermehrten.

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