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Landesforstanstalt 2018 mit Millionenverlust

04.11.2019 - Dürre, Borkenkäfer und Stürme setzen Thüringens Wäldern schwer zu. Außerdem sind Waldflächen zu künftigen Urwäldern geklärt worden. All das hat Auswirkungen auf die Geschäftszahlen der Landesforstanstalt.

  • Birgit Keller (Die Linke), Forstministerin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Birgit Keller (Die Linke), Forstministerin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Die Thüringer Landesforstanstalt hat ein Geschäftsjahr erstmals seit ihrer Gründung mit einem Verlust abgeschlossen. Unter dem Strich machte das halbstaatliche Unternehmen im vergangenen Jahr etwa 8,2 Millionen Euro Minus, wie aus dem Geschäftsbericht 2018 hervorgeht. Nach Angaben von Forstministerin Birgit Keller (Linke) hat dieser Verlust maßgeblich mit Sonderabschreibungen auf Waldflächen zu tun, die in Zukunft nicht mehr bewirtschaftet werden dürfen. Diese Abschreibungen haben laut Geschäftsbericht eine Höhe von etwa 5,6 Millionen Euro. Zudem hätten aber auch Waldschäden durch Stürme und Borkenkäferbefall das Geschäft des Forsts maßgeblich geprägt, heißt es.

2017 hatte der Forst noch einen Gewinn von etwa 3,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Das war eine Steigerung des Überschusses im Vergleich zu 2016 gewesen. Damals hatte er bei etwa 840 000 Euro gelegen.

Der Forst war zum 1. Januar 2012 aus der Landesverwaltung ausgegliedert und als «ThüringenForst» zu einer Anstalt des öffentlichen Rechts gemacht worden, die dem Freistaat gehört. Seitdem hatte der Landesforst pro Jahr stets einen zumindest kleinen Jahresüberschuss erzielt.

Nach lange Diskussionen hatten sich im Dezember 2018 das Forst- und das Umweltministerium darauf verständigt, welche Flächen des Forsts in Zukunft nicht mehr bewirtschaftet werden sollen: unter anderem 1000 Hektar am Possen und etwa 6300 Hektar im Nationalpark Hainich. Dort werden in Zukunft grundsätzlich keine Bäume mehr gefällt.

Stattdessen sollen dort Urwälder entstehen, bei denen die Natur im Wesentlichen sich selbst überlassen wird. «Wo sich unsere Wälder natürlich entwickeln können und die Bäume sehr alt werden können und langsam verrotten, entstehen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen», hatte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) damals gesagt. Das sei gut für die biologische Vielfalt und das Klima und der Tourismus profitiere davon.

Für die Beseitigung von Waldschäden in Folge von Stürmen und Borkenkäferbefall musste der Forst laut Geschäftsbericht 2018 deutlich mehr Geld ausgeben als geplant. Statt der vorgesehenen 22,6 Millionen waren es 28,6 Millionen Euro.

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