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Linke: Razzia hat Folgen für Thüringer Neonazi-Struktur

26.02.2021 - Nach Einschätzung der Rechtsextremismusexpertin der Thüringer Linke-Fraktion, Katharina König-Preuss, ist der Polizei mit der Razzia gegen die Gruppen «Turonen» und «Garde 20» ein wichtiger Schlag gegen die Neonazi-Szene in Thüringen gelungen. «Das wird Auswirkungen auf die komplette Neonazi-Struktur in Thüringen und darüber hinaus haben», sagte König-Preuss am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

  • Katharina König-Preuss (Die Linke) spricht. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Katharina König-Preuss (Die Linke) spricht. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei einer großangelegten Razzia durchsuchte die Polizei am Freitag 27 Wohnungen und Geschäftsräume in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen. Dabei ging es vor allem um den Verdacht des organisierten Drogenhandels und der Geldwäsche, wie das Landeskriminalamt Thüringen mitteilte. Mindestens zehn Menschen wurden festgenommen - gegen neun von ihnen lagen Haftbefehle vor.

Bei dem Neonazi-Netzwerk, gegen das sich die Aktion richtete, handelt es sich laut Sicherheitskreisen um die «Bruderschaft Thüringen», die laut Verfassungsschutzbericht 2019 aus den Gruppen «Turonen» und «Garde 20» besteht. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

Nach Einschätzung von König-Preuss ist dies «eine der gefährlichsten Neonazistrukturen, die wir in Thüringen haben». Die Kontakte des Netzwerkes reichten demnach auch ins Ausland. Zudem stehe es hinter zahlreichen Neonazi-Konzerten in Thüringen.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dem Schlag gegen das Netzwerk seien jahrelange Vorbereitungen vorausgegangen. «Der Verfassungsschutz war der Impulsgeber. Bei der Gruppe, die als rechtsextremistisch bekannt ist, hat man dann festgestellt, dass es weitere Ermittlungsansätze über den Rechtsextremismus hinaus in die Organisierte Kriminalität hinein gibt», sagte Maier dem RND.

Durchsuchungen gab es am Freitag in Thüringen in Gotha, dem Landkreis Gotha, Bad Langensalza und Saalfeld-Rudolstadt; in Sachsen-Anhalt im Burgenlandkreis und in Hessen im Lahn-Dill-Kreis.

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