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Linke will Landkauf durch Großinvestoren erschweren

16.10.2019 - Erfurt (dpa/th) - Per Gesetz will die Landtagsfraktion der Linken den Verkauf von Agrarland an Großinvestoren in Thüringen eindämmen. Die Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow stellte am Mittwoch in Erfurt Eckpunkte dafür vor. Der Gesetzentwurf soll nach der Landtagswahl in der neuen Legislaturperiode des Parlaments vorgelegt werden. Die Linke reagiert damit auf den zunehmenden Verkauf von Äckern und Wiesen an landwirtschaftsfremde Investoren.

  • Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionsvorsitzende der Linken in Thüringen. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionsvorsitzende der Linken in Thüringen. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die Preise für Acker- und Grünland steigen in Thüringen stark an, der Anteil landwirtschaftsfremder Investoren wächst ebenso wie die Konzentration von Agrarflächen in der Hand einzelner Eigentümer», erklärte Hennig-Wellsow. «Wir laufen Gefahr, dass die heimischen Landwirtschaftsbetriebe verdrängt werden.»

Kernpunkte einer gesetzlichen Regelung seien ein Vorkaufsrecht für Thüringer Landwirte sowie Höchstgrenzen für Erwerb und Pacht von Flächen. Zudem sollen Kauf- und Pachtpreise gedeckelt und eine Genehmigungspflicht für den Kauf von Unternehmensanteilen eingeführt werden.

Die Grünen haben ebenfalls einen Gesetzentwurf angekündigt, die Landesregierung arbeitet an einem Agrarstrukturgesetz. Laut Landwirtschaftsministerium stieg der durchschnittliche Hektarpreis für Ackerland in Thüringen seit 2007 von rund 4600 Euro auf 11 200 Euro. Ein Viertel der Verkäufe seien im vergangenen Jahr an Investoren gegangen.

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