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Malereischau auf Wartburg zu 20 Jahren Weltkulturerbe-Titel

15.11.2019 - Seit zwei Jahrzehnten hat die Wartburg in Eisenach den Titel des Weltkulturerbes der Vereinten Nationen. Zum Jubiläum werden malerische Perspektiven auf die historisch so wichtige Burg gezeigt.

  • Außenansicht der Wartburg. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Außenansicht der Wartburg. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eisenach (dpa/th) - Seit 20 Jahren trägt die Wartburg den begehrten Titel des Weltkulturerbes der Unesco. Das Jubiläum feiert die Wartburg-Stiftung mit einer Sonderausstellung. «Steinerne Spuren. Welterbestätten in Deutschland» zeigt laut Stiftung vom 16. November an Arbeiten des 1953 in Freiburg (Breisgau) geborenen Malers Alexander Dettmar.

Der Künstler beschäftige sich in den Bildern nicht nur mit der Wartburg. Auch andere Welterbestätten in Deutschland seien darin Themen, hieß es. Dazu gehörten etwa die Luthergedenkstätten in Wittenberg, das ehemalige Eisenwerk Völklinger Hütte im Saarland oder auch der Schlosspark Sanssouci in Potsdam.

Typisch für Dettmars Arbeiten seien erdige Farbtöne und menschenleere Architektur. «Auf ihre ungewohnt stille, auf Bewahrung abzielende Weise vermitteln die Gemälde zugleich Geschichte, Gedächtnis und Erinnerung», teilte die Stiftung mit. Dettmar vermittle ungewohnte Perspektiven und lasse eine Aura der scheinbaren Ewigkeit entstehen. Die Schau ist bis zum 8. März zu sehen und umfasst etwa 40 Werke.

Bekanntheit erlangte Dettmar mit seinem Zyklus «Malen gegen das Vergessen». Dafür malte er mehr als 150 von den Nationalsozialisten zerstörte Synagogen und rekonstruierte die verloren gegangenen Bauwerke aus Archivmaterial auf der Leinwand.

1999 hat die Unesco die Wartburg in ihre Liste des Welterbes der Menschheit im Bereich Kultur und Natur aufgenommen. Sie gilt als ein hervorragendes Denkmal der feudalen Epoche in Mitteleuropa.

Die Burg wurde der Sage nach 1067 gegründet. Bekannt wurde sie etwa durch den mittelalterlichen Dichter Walther von der Vogelweide und die heiliggesprochene Landgräfin Elisabeth (1207-1231). Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) übersetzte dort Bibelteile. 1817 kamen dort beim Wartburgfest Studenten zum Burschenschaftstreffen zusammen, um sich für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat einzusetzen.

Die Aufnahme in die Unesco-Liste sei ein Segen gewesen, sagte der Pressesprecher der Wartburgstiftung, Andreas Volkert. «Der Welterbetitel ist quasi wie ein Adelstitel und bringt auch besonders viele Besucher aus dem Ausland.» Ein Viertel der jährlich etwa 300 000 Museumsbesucher auf der Wartburg kommt demnach aus dem Ausland.

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