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Mehr Mitglieder in Jugendfeuerwehren

08.09.2020 - Junge Menschen verlassen ihre Heimatdörfer oft fürs Studium oder den Beruf. Dennoch konnten Thüringens Feuerwehren mehr Jugendliche als Mitglieder gewinnen. Aber es gibt auch eine andere Entwicklung.

  • Schriftzug "Jugendfeuerwehr". Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schriftzug "Jugendfeuerwehr". Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Thüringens Jugendfeuerwehren haben im vergangenen Jahr mehr Mitglieder gewonnen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Jugendlichen, die sich in der Feuerwehr engagierten um 412 auf insgesamt 13 267, wie aus dem neuen Brand- und Katastrophenschutzbericht hervorgeht, den Innenminister Georg Maier (SPD) am Dienstag in Sondershausen (Kyffhäuserkreis) vorstellte. Maier lobte die Jugendarbeit der Thüringer Feuerwehren. «Wenn wir das nicht hätten, gäbe es keine Zukunft für die Jugendfeuerwehr», sagte Maier unter Hinweis auf die schrumpfende Bevölkerungszahl in Thüringen.

Auch die Anzahl der Feuerwehrangehörigen stieg im vergangenen Jahr leicht - auf 59 772. Laut Innenministerium bleibe aber die Gewinnung von ehrenamtlichen Feuerwehrmitgliedern die Herausforderung der nächsten Jahre. Einen Rückgang gab es bei den aktiven Ehrenamtlichen, von denen es mit 34 409 rund 350 weniger gab als noch im Vorjahr. Der Rückgang betrug damit ein Prozent. «Die Zahlen zeigen, dass die Wehren nach wie vor jede Feuerwehrfrau und jeden Feuerwehrmann brauchen», sagte Maier.

Die Grünen-Abgeordnete Madeleine Henfling hob die steigende Mitgliederzahl von Frauen in den Feuerwehren hervor. Dies stimme sie optimistisch, erklärte Henfling. «Dennoch bleibt in Anbetracht des geringen Frauenanteils in den Einsatzabteilungen noch einiges zu tun. Wir müssen gemeinsam weiter daran arbeiten, dass mehr junge Frauen den Weg von den Jugendfeuerwehren auch in die Einsatzabteilungen finden», so Henfling.

Maier sagte, dass im vergangenen Jahr kein Feuerwehrmann im Einsatz gestorben sei. «Die Gefahren, denen sich die Kameradinnen und Kameraden aussetzen, sind dennoch nicht zu unterschätzen», sagte Maier. Immer wieder werden Feuerleute im Einsatz verletzt. Auch psychisch belaste die Arbeit. So stieg die Zahl der tödlich verletzten Menschen, die von Feuerwehrleuten geborgen wurden, im vergangenen Jahr erneut.

373 Tote bargen Thüringens Feuerwehrleute im Jahr 2019 - meist nach Verkehrsunfällen. Maier wies darauf hin, dass die Feuerwehrkameraden die Menschen, die sie bergen müssen, manchmal auch persönlich kennen. Er appellierte an die Feuerwehrleute, sich Hilfe zu holen, wenn sie solche Situationen aushalten müssten.

Nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2018 ist die Zahl der Brandtoten im vergangenen Jahr wieder stark zurückgegangen. 15 Menschen starben bei Bränden, im Jahr davor waren es 29.

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