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Mehr Todesfälle durch Schusswaffen in Thüringen

24.04.2019 - Ein tödlicher Jagdunfall, eine durch eine Dienstwaffe getötete Frau - Fälle wie diese haben in Thüringen im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Dazu liegen nun Zahlen vor.

  • Zwei geladene Magazine liegen neben einer Pistole. Foto: Matthias Balk/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zwei geladene Magazine liegen neben einer Pistole. Foto: Matthias Balk/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - In Thüringen sind im vergangenen Jahr mehr Menschen durch Schusswaffen zu Tode gekommen. 25 Menschen starben durch den Einsatz von Pistolen oder Gewehren, wie aus der Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Steffen Dittes hervorgeht. 2017 wurden nur sechs solcher Todesfälle registriert. In den Zahlen sind nicht nur Tote durch Straftaten und Unfälle, sondern auch durch Selbsttötung enthalten. Die Zahl der Schussverletzten ging zugleich etwas zurück: 2018 wurden 56 Menschen durch Schüsse aus Pistolen oder Gewehren verletzt, 2017 waren es 67.

Die Ursache für den deutlichen Anstieg der Todeszahlen innerhalb eines Jahres ist unklar. Der Polizei liegen nach Angaben eines Ministeriumssprechers keine gesicherten Erkenntnisse dazu vor. Jedenfalls habe es 2018 in Thüringen keine herausragende Straftat gegeben, bei der mehrere Menschen erschossen worden seien.

Im vergangenen Jahr hatte beispielsweise ein Fall von fahrlässigem Umgang mit einer Dienstwaffe für großes Aufsehen gesorgt. Ein inzwischen ehemaliger Bundespolizist hatte Anfang 2018 bei einem privaten Besuch in Bad Langensalza seine Dienstwaffe einem Freund gegeben. Als der Mann damit im Alkoholrausch herumspielte, löste sich aus der geladenen Pistole ein Schuss, der die Freundin des Mannes traf. Sie starb in ihrer Wohnung.

Das Amtsgericht Mühlhausen verurteilte den Schützen im Dezember 2018 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und zehn Monaten. Der Ex-Bundespolizist erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Im vergangenen Sommer kam es außerdem zu einem schweren Jagdunfall, bei dem ein 56 Jahre alter Jäger im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt tödlich von einem Schuss getroffen wurde.

Weitaus häufiger allerdings sind andere Waffen im Spiel, wenn Menschen in Thüringen durch Gewalteinwirkung zu Tode kommen - in der Regel Hieb- und Stichwaffen. Sowohl 2017 als auch 2018 wurden weit mehr als 200 Männer und Frauen im Freistaat durch Messer, Äxte oder Scheren verletzt, wie es in der Antwort des Innenministeriums heißt. Neun Menschen starben 2017 an Verletzungen, die sie durch derartige Waffen erlitten hatten. 2018 fanden zwei Menschen durch den Einsatz solcher Gegenstände den Tod.

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