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Ministerium: Mehr Einsätze und Brandtote wegen Trockenheit

22.08.2019 - Die Dürre des vergangenen Jahres schlägt sich auch in der Statistik des Brand- und Katastrophenschutzes nieder: Thüringer Feuerwehrleute mussten so oft wie noch nie ausrücken, um Brände zu bekämpfen oder Hilfe zu leisten.

  • Georg Maier (SPD), Innenminister von Thüringen, schaut in die Kamera. Foto: Jens-Ulrich Koch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Georg Maier (SPD), Innenminister von Thüringen, schaut in die Kamera. Foto: Jens-Ulrich Koch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zella-Mehlis/Suhl (dpa/th) - 2018 war für die Einsatzkräfte der Thüringer Feuerwehren ein Ausnahmejahr: Wegen Bränden oder Hilfe-Einsätzen bei Stürmen und Überschwemmungen rückten die Kameraden so oft aus wie nie zuvor seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1992. Um elf Prozent auf 34 169 stieg laut Statistik die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr, wie aus dem aktuellen Brand- und Katastrophenschutzbericht hervorgeht, den Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) am Donnerstag in Zella-Mehlis (Schmalkalden-Meiningen) vorstellte.

«2018 war ein Jahr der Klimarekorde», sagte Maier. Hitze und Trockenheit hätten enorme Auswirkungen gehabt. Allein bei Bränden kamen 29 Menschen ums Leben - ein Höchststand seit dem Jahr 2000. «Natürlich hängt das mit der Anzahl der Brände zusammen», sagte Maier. Im Jahr 2017 waren 18 Menschen bei Bränden gestorben.

Die lang anhaltende Dürre im vergangenen Jahr führte nach Angaben des Innenministeriums zu einem überdurchschnittlichen Anstieg bei den Brandbekämpfungseinsätzen. Laut Statistik wurden die Feuerwehren im Land zu 4966 solcher Einsätze gerufen - auch dies ein Höchststand, seit dem Jahr 1997. «Oftmals sind es Rauchgasvergiftungen, die zum Tod der Menschen führten.»

Mit Einführung der Pflicht von Rauchmeldern seit Januar dieses Jahres hoffe man auf eine positive Entwicklung bei der Zahl der Brandtoten. Seit Januar sind Rauchmelder in Thüringen auch in Bestandswohnungen Pflicht. Eine im Vergleich zu anderen Bundesländern lange Übergangsfrist endete am 31. Dezember 2018.

Erstmals stieg die Zahl der aktiven Feuerwehrmitglieder im vergangenen Jahr leicht an - auf 34 762 und damit um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies sei auch Ausdruck und Zeichen des Zusammenhalts in der Bevölkerung, sagte Maier. «Aber wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen. Wir brauchen jede Feuerwehrfrau und jeden Feuerwehrmann.»

Auch bei den Jugendfeuerwehren gab es einen Anstieg - wie schon im Vorjahr um 4,8 Prozent auf nun 12 855. Insgesamt gab es in Thüringen 59 557 kommunale Feuerwehrangehörige.

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