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Ministerium weist Kritik zu steigenden Semesterbeiträgen ab

09.12.2019 - Müssen Studierende in Thüringen bald tiefer in die Tasche greifen? Das befürchtet die Konferenz der Thüringer Studierendenschaften und fordert mehr Unterstützung von der Politik. Gelder dafür fließen aber schon.

  • Das Audimax der Bauhaus-Universität in Weimar. Foto: Candy Welz/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Audimax der Bauhaus-Universität in Weimar. Foto: Candy Welz/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Studierende müssen sich nach Einschätzung der Konferenz der Thüringer Studierendenschaften (KTS) auf höhere Semesterbeiträge im Freistaat einstellen. Aktuell werde beim Studierendenwerk erneut über eine Erhöhung der Beiträge diskutiert, teilte die KTS am Montag mit. Sie befürchtet, dass eine Kostensteigerung allein von den Studierenden getragen werden müsse. Grund für die Steigerung seien Renovierungen und höhere Personalkosten in den Mensen und Cafeterien.

Dies sei «ein fatales Vorgehen», so die KTS. Die vergleichsweise niedrigen Beiträge und Lebenserhaltungskosten hätten für lange Zeit viele junge Menschen nach Thüringen gezogen. Die Studierendenzahlen in den öffentlichen Hochschulen Thüringens würden aber sinken. Mehr Unterstützung forderten die Studierenden von der Landespolitik. Bereits Anfang des Jahres hatte die KTS steigende Semesterbeiträge angekreidet.

«Der Eindruck, Kostensteigerungen würden quasi allein von den Studierenden aufgefangen, ist völlig verfehlt», entgegnete ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums auf Anfrage. Er wies darauf hin, dass die Finanzzuschüsse des Landes für das Studierendenwerk von fünf Millionen Euro im Jahr 2015 auf sechs Millionen Euro im Jahr 2021 ansteigen.

Darüber hinaus habe das Wissenschaftsministerium in diesem Jahr zusätzliche Mittel für die Wohnheimsanierung in Höhe von 3,5 Millionen Euro bereitgestellt. Auch die Kosten für die Sanierung der Mensa im Park in Weimar werden vollständig durch das Land refinanziert - bis 2028 sind das insgesamt gut 19 Millionen Euro.

Die Thüringer Semesterbeiträge seien bundesweit konstant im Mittelfeld. Auch die Essenspreise in den Mensen gehören laut Ministeriumssprecher mit zu den niedrigsten in Deutschland. Dennoch sei es notwendig und legitim, dass sich auch die Studierenden in angemessener Form an steigenden Kosten beteiligten.

Wie hoch diese Beteiligung tatsächlich ausfällt, stehe derzeit noch nicht fest. Laut KTS geht es um zwölf Euro mehr pro Person pro Semester. Dieser Betrag steht laut Ministerium aber gar nicht zur Debatte.

Mit den Geldern aus den Semesterbeiträgen, die Studierende nur in Ausnahmefällen nicht zahlen müssen, erfüllt das Studierendenwerk, bestimmte soziale Aufgaben für die Studierende. Nach Angaben auf der Website des Studierendenwerks Thüringen zahlen alle Studierenden aktuell 69 Euro pro Semester für die Einrichtung.

Die letztendliche Beitragshöhe variiert: Unter anderem hängt die Höhe von den Konditionen ab, mit denen Hochschulen Verträge mit Nah- und Regionalverkehrsunternehmen über Tickets für Studierende abschließen. Die Spanne reicht nach Angaben des Studierendwerks von knapp 120 Euro etwa an der TU Ilmenau bis zu rund 235 Euro an der Uni Erfurt.

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