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Ministerium zu Sonneberg und Greiz: Konzepte nachbessern

14.05.2020 - Die besonders vom Coronavirus betroffenen Landkreise Sonneberg und Greiz haben nun bei ihren Maßnahmen gegen das Virus Stellschrauben nachgezogen. Doch das Gesundheitsministerium ist nicht ganz zufrieden damit.

  • Heike Werner (Die Linke), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Heike Werner (Die Linke), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Gesundheitsministerium hat Kritik an den neuen Schutzkonzepten der besonders vom Coronavirus betroffenen Landkreise Sonneberg und Greiz geäußert. Im Falle von Greiz werde das Land daher für einen befristeten Zeitraum weitergehende Maßnahmen ergreifen, als die vom Kreis vorgeschlagenen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums am Donnerstag. «Die Öffnung der gastronomischen Betriebe im Landkreis ist für die kommenden zwei Wochen zunächst nur auf die Außenbereiche zu beschränken», sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke).

Auch im Falle von Sonneberg bemängelte das Ministerium, dass anders als dringend nahegelegt der Kreis bislang keine Regel dazu aufgestellt habe, dass Gaststätten nur im Außenbereich öffnen dürfen. Deshalb sei der Kreis verbindlich dazu aufgefordert worden. Sonneberg änderte noch am Donnerstagabend seine Verordnung entsprechend und ergänzte, dass Gaststätten im Innenbereich auch weiterhin bis einschließlich 28. Mai 2020 geschlossen bleiben müssen.

«Wir werden nun genau beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen in den beiden Landkreisen weiterentwickelt und Anfang kommender Woche die Lage neu bewerten», sagte Werner.

In beiden Landkreisen lag die Infektionsrate zuletzt über der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Damit galten sie in Thüringen, aber auch bundesweit als Brennpunkte beim Infektionsgeschehen. Die Zahl 50 haben Bund und Länder als Obergrenze festgelegt - wird sie überschritten, müssen Beschränkungskonzepte erlassen werden.

Zu den Maßnahmen, die Sonneberg bekannt gab, zählt etwa ein Besuchsverbot für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte. Auch für Greiz gelten laut Verfügung solche Verbote. Mit der jüngsten Corona-Verordnung des Landes waren die Besuchsverbote in diesen Bereichen gelockert worden.

Zudem sehen die neuen Kreis-Maßnahmen in Sonneberg vor, dass in der Regel in öffentlich zugänglichen Bereichen mit Publikumsverkehr, in Gebäuden und geschlossenen Räumen eine Maske zu tragen ist, die Mund und Nase bedeckt.

«Angesichts unserer angespannten Corona-Lage ist es unsere Aufgabe, mit Augenmaß zielgerichtet Stellschrauben zum Schutz unserer Bevölkerung anzuziehen», sagte Landrat Hans-Peter Schmitz (parteilos). Gleichzeitige wolle man Lockerungen der jüngsten Landesverordnung weitestgehend im Kreis ermöglichen.

Innerhalb des gesamten Bundeslandes hat nach Angaben der Staatskanzlei (Stand Donnerstag, 10.00 Uhr) die Zahl der nachgewiesenen Infektionen wieder zugenommen und stieg innerhalb eines Tages um 24 auf 2663. Auch die Zahl der Todesfälle nach Corona-Infektionen erhöhte sich um sechs auf 133. Schätzungen zufolge gelten 2170 der bisher Infizierten als wieder genesen.

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