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Neu im Archiv: Briefe von Nietzsche und Goethe

12.12.2019 - Jedes Jahr erweitert sich der Bestand des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar um neue Schätze. Als Schenkungen, Käufe und Nachlässe kommen bedeutende Briefe, Handschriften und andere Dokumente hinzu.

  • Besucher betrachten Handschriften in der fünften Folge der Ausstellungsreihe "Schätze des Goethe- und Schiller-Archivs". Foto: Martin Schutt/zb/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Besucher betrachten Handschriften in der fünften Folge der Ausstellungsreihe "Schätze des Goethe- und Schiller-Archivs". Foto: Martin Schutt/zb/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weimar (dpa/th) - 25 Neuerwerbungen mit jeweils oft mehreren hundert historischen Einzelstücken sind in diesem Jahr als Neuzugänge ins Goethe- und Schiller-Archiv nach Weimar gekommen. Dazu gehörten etwa auch Dokumente aus einer bedeutenden Nietzsche-Sammlung, sagte Silke Henke am Donnerstag. Henke ist Mitarbeiterin in der zur Klassik Stiftung Weimar gehörenden Einrichtung, die zu den ältesten Literaturarchiven Deutschlands zählt.

«Zehn Originalbriefe von Nietzsche sind darunter, teils auch sehr persönliche, die an Freunde gerichtet sind», sagte Henke über die Sammlung. Der Philosoph Friedrich Nietzsche («Also sprach Zarathustra») starb 1900 nach langer Krankheit in Weimar. Bei anderen Dokumenten der Sammlung handle es sich etwa um Handschriften aus dem engeren und weiteren Umfeld der Familie Nietzsche.

Auch Originalfotografien, die den Philosophen zeigen, sind Teil der Sammlung. Aufgabe des Archivs ist es nun auch, die Dokumente weiter zu erschließen. Das sei für das kommende Jahr geplant, so Henke. Später würden die Stücke dann auch öffentlich präsentiert.

Als weitere herausragende Exemplare, die 2019 durch Ankauf oder Schenkung in den Archivbestand kamen, nannte Henke einen Brief des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an seinen Verleger Carl Friedrich Ernst Frommann. Zu Henkes eigenen Favoriten zählt indes ein Brief von Goethes Freund, dem Lyriker Karl Ludwig von Knebel, an den Sekretär des Dichters. «Der Brief vom 4. April 1809 ist eine Schenkung und in vielerlei Hinsicht sehr aussagekräftig», begründete Henke. Das Schreiben gebe sowohl Einblick in die persönliche Arbeit Knebels, spiegle aber auch die politische Lage der Zeit wieder.

Viele historische Dokumente im Archiv sind in alter Schreibschrift verfasst. «Solche Briefe zu lesen, erfordert einige Übung, aber es bereitet auch Freude, sich in die Handschriften einzulesen», sagte Henke. Das Archiv verwahrt Nachlässe nicht nur der Dichter Goethe und Schiller, sondern auch Handschriften vieler anderer Denker, Künstler und Schriftsteller.

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