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Neue Schlösser-Stiftung soll sechs Einrichtungen übernehmen

30.05.2019 - Der Freistaat ist reich an Schlössern und anderen historischen Gemäuern. Eine neue, länderübergreifende Stiftung soll mit viel Geld von Bund und Land deren Unterhalt sichern - doch über die Details wird derzeit noch gerungen.

  • Das Schloss Belvedere in Weimar. Foto: Martin Schutt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Schloss Belvedere in Weimar. Foto: Martin Schutt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Sechs Einrichtungen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten sollen einem Entwurf zufolge in die neue, vom Bund mitfinanzierte Schlösser-Stiftung kommen. Das geht aus einem Beschluss hervor, den der Stiftungsrat der Thüringer Schlösser und Gärten am späten Mittwochabend in Erfurt fasste. Es handelt sich um Schloss und Park Friedenstein Gotha, den Schlosskomplex Sondershausen einschließlich der Fürstengruft, die Veste Heldburg, den Schlosskomplex Heidecksburg, Schloss Schwarzburg und die Klosterruine Paulinzella.

Hintergrund ist, dass der Bund rund 200 Millionen Euro Fördergeld in Aussicht gestellt hat, wenn Thüringen und Sachsen-Anhalt eine gemeinsame Schlösser-Stiftung einrichten und Gelder in gleicher Höhe aufbringen. Dem Beschluss zufolge erörtern die Länder derzeit einen Vertrag für die Errichtung der neuen Stiftung, der von Thüringer Seite die Überführung der sechs Liegenschaften in die neue Stiftung vorsieht.

Gleichzeitig hält der Stiftungsrat im Beschluss fest, dass es Alternativen zur Gründung einer gemeinsamen neuen Stiftung gegeben hätte. So hätte das Geld auch in die bestehenden, ländereigenen Stiftungen fließen oder eine «schlanke Förderstiftung» errichtet werden können. Der Bund wird dafür kritisiert, diese Optionen nicht zu verfolgen und stattdessen «tief in die Kulturhoheit der Länder» einzugreifen.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten pflegt 31 Schlösser, Burgen, Park- und Klosteranlagen. Sie sind teuer im Unterhalt und schwer mit Leben zu erfüllen. Das vom Bund in Aussicht gestellte Geld würde helfen, die Einrichtungen zu sichern, zu sanieren und zu nutzen. Denn momentan, so formuliert es der Stiftungsrat im Beschluss, gebe es eine erhebliche Lücke zwischen den der Stiftung zur Verfügung stehenden Mitteln und dem Investitionsbedarf der Einrichtungen.

Im Thüringer Landtag soll kommenden Mittwoch (5. Juni) auf Antrag der CDU-Fraktion eine Sondersitzung zur geplanten Stiftung stattfinden.

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