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Neuer Hochleistungsrechner für Jenaer Forscher

09.07.2020 - Forscher haben immer öfter mit großen Datenmengen zu tun. In Jena hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt deswegen einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb genommen. Er soll nicht nur das Klima analysieren.

  • Wolfgang Tiefensee vor dem neuen Hochleistungsrechner. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wolfgang Tiefensee vor dem neuen Hochleistungsrechner. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Jena einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb genommen. Damit stehe nun die passende Infrastruktur bereit, um der Analyse großer Datenmengen in der Wissenschaft einen weiteren Schub zu geben, teilte das DLR am Donnerstag mit. Es betreibt in Jena ein Institut für Datenwissenschaften, das künftig schrittweise erweitert werden soll. Derzeit hat es rund 40 Mitarbeiter und 20 Studenten.

Für den Superrechner wurden vom Land 3 Millionen Euro investiert. Er besteht den Angaben nach aus mehr als 5800 Rechenkernen und einem 49 Terabyte großen Hauptspeicher. Die maximale Rechenleistung wurde mit rund 700 TFlops angegeben. Flops sind eine Einheit für die Zahl möglicher Berechnungen pro Sekunde.

Der Hochleistungsrechner wurde im Rechenzentrum der Universität Jena installiert. Er sei Kernstück der künftigen Forschungsarbeit an dem DLR-Institut und biete Ansatzpunkte für Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen in der Region, erklärte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). «Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist der Megatrend der Gegenwart. Auch dank des DLR-Instituts in Jena gestalten wir ein Stück dieser Zukunft von Thüringen aus mit.»

Das Institut wurde 2017 gegründet. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören Datenmanagement und IT-Sicherheit. Der neue Rechner soll helfen, große Datenmengen zu analysieren und neue Methoden zu entwickeln, die dann von anderen Instituten der Erdbeobachtung eingesetzt werden, erklärte Gründungsdirektor Robert Axmann.

Dabei geht es auch um die Analyse von Daten der Klimaforschung. So sollen die in Jena entwickelten Methoden helfen, in Klimadaten bisher unerkannte oder unterschätzte Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Klimaparametern zu finden, hieß es. In einem EU-Projekt gehe es etwa um Einflüsse von Aerosolen - winzige Partikel in der Luft, die sich auch in Abgasen von Autos und Kraftwerken finden - auf die Bildung von Wolken und die Strahlungsbilanz der Atmosphäre.

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