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Neues Förderprojekt für von Mäusen geplagte Rapsbauern

18.10.2020 - Mit einem neuen Förderprojekt will das Umweltministerium von Feldmäusen gebeutelten Rapsbauern entgegenkommen. Dabei werde die Aussaat von Blühflächen mit 962 Euro pro Hektar unterstützt, teilte das Ministerium mit. «So können wir die Betriebe bei den Feldmausschäden finanziell unterstützen. Und gleichzeitig schaffen wir einen Mehrwert für alle - denn mehr Blühflächen in der Ackerbauregion sind gut für Insekten, Feldhamster und Feldvögel», sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

  • Eine Feldmaus liegt auf einem Acker. Foto: Arno Burgi/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Feldmaus liegt auf einem Acker. Foto: Arno Burgi/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landwirte haben in diesem Jahr über eine massive Feldmausplage geklagt. Um der Situation Herr zu werden, wollten sie gerne Gift einsetzen. Das ist aber Naturschützern ein Dorn im Auge, die dadurch auch die stark bedrohten Feldhamster in Gefahr sehen. Der Thüringer Bauernverband ist dagegen der Meinung, dass fachgerecht ausgelegte Giftköder die Hamster nicht bedrohen würden. Vor eineinhalb Wochen gab es schließlich eine Einigung in der Rot-Rot-Grünen Landesregierung. Deren Beschluss erleichtert Bauern zumindest in den nächsten Wochen den Einsatz von Mäusegift auf den Feldern.

«Ich erkenne an, dass Landwirtinnen und Landwirte ein Mäusekalamitätsjahr hinter sich haben», sagte Siegesmund. Gleichzeitig sei gerade auf landwirtschaftlichen Nutzflächen der Artenverlust dramatisch. Auch mit diesen Überlegungen im Hinterkopf sei das Förderprojekt gestartet worden. Insgesamt umfasse dieses ein Volumen von etwa zwei Millionen Euro, sagte die Ministerin. Es handle sich um Bundesmittel für Maßnahmen für den Insektenschutz.

Bis zum 20. November können sich betroffene Betriebe um die Förderung beim Landschaftspflegeverband Mittelthüringen bewerben. Die Ansaat der Blühmischungen soll bis zum 20. April kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die genauen Modalitäten gibt das Ministerium bekannt.

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