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Pandemie macht 2020 zu historisch schlechtem Tourismusjahr

08.01.2021 - Nach einem sensationellen Jahr 2019 für den Thüringer Tourismus hat das Corona-Jahr 2020 zu heftigen Einbrüchen geführt. Doch es gab auch kleine Lichtblicke, die sich dieses Jahr fortsetzen könnten.

  • Fast menschenleer ist der Marktplatz in Eisenach. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fast menschenleer ist der Marktplatz in Eisenach. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Tagesausflüge, wandern, campen: Mit Natur und Angeboten in kleineren Städten haben es Thüringens Tourismusangebote nach Experteneinschätzung etwas besser durch das Corona-Jahr geschafft als etwa Stadtstaaten wie Berlin. Trotzdem sprach Mandy Neumann von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) von einem historisch schlechten Jahr 2020. «Es gab eigentlich keine Gewinner», so Neumann. Der Einbruch sei auch deshalb besonders deutlich, weil Thüringen 2019 erstmals die Zehn-Millionen-Marke bei Übernachtungen geknackt hatte.

Laut Bundesamt für Statistik ging die Zahl der Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben in Thüringen von Januar bis Oktober des vergangenen Jahres um rund 30 Prozent auf rund 6,3 Millionen zurück. Bundesweit waren es rund 34 Prozent weniger. In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg lag der Rückgang demnach sogar bei rund 60 bzw. 50 Prozent. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hatte es im vergangenen Jahr auch Regelungen gegeben, die etwa Übernachtungsverbote für Touristen vorsahen.

In den wenigen Sommermonaten, in denen Reisen in der Pandemie überhaupt möglich waren, hätten sich bestimmte Trends gezeigt, so Neumann. «Raus in die Natur, wenig Leute treffen und nicht so rein in die Städte.» Das passe gut zu Thüringen, das über keine großen städtische Ballungsräume und viel Natur verfüge. «Man sieht auch, dort wo Wander- und Naturangebote gleich um die Ecke sind, waren die Verluste auch nicht ganz so groß, im Thüringer Wald in Schmalkalden und Ilmenau etwa», so Neumann.

Die Thüringer Rhön habe zeitweise sogar ein kleines Plus bei Ankünften im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen können. Auch habe sich eine Tendenz zu Tagesausflügen gezeigt: Der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich, die Leuchtenburg bei Kahla und auch der Kyffhäuser hätten in den Sommermonaten gute Besucherzahlen gehabt. «Aber all das reicht kaum aus, um das Gesamtergebnis für das Jahr gut zu machen.»

Viel Hoffnung für 2021 sei beim Thüringer Tourismus mit der im April beginnenden Bundesgartenschau verbunden. «Parks, Gärten - alles, was draußen ist, ist ein guter Ansatz für dieses Jahr», so Neumann.

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