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Pilotprojekt: Hausärzte sollen Corona-Impfstoff bekommen

01.03.2021 - Rund 120 000 Menschen haben in Thüringen bereits eine erste Corona-Impfung erhalten. Gerade im März soll es in größeren Schritten weitergehen. Doch nicht alle Menschen sind mobil und können in die Impfzentren. Nun sollen Hausärzte helfen.

  • Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Innerhalb eines Pilotprojektes sollen Thüringer Hausärzte noch im März mit Corona-Impfungen beginnen. «Hauptziel des Pilotprojektes ist es, dass die Hausärztinnen und Hausärzte insbesondere die Patienten impfen, die nicht mobil sind, die zu Hause sind und deshalb nicht geimpft werden können», sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. Man wolle damit auch eine Lücke im Impfsystem schließen. Angepeilter Start: Mitte März. In Frage kommen dafür Impfstoffe, die relativ unkompliziert gelagert werden können - etwa Moderna oder Astrazeneca für jüngere Patienten.

Der Impfstoff soll direkt an die Hausärzte geliefert werden. Damit die Daten zu den Impfungen auch an das Robert Koch-Institut (RKI) gelangen, sollen die Meldungen zunächst zur Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen gehen - und von dort ans RKI.

Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt begrüßte die Pläne, mahnte aber zur Eile. «Es ist gut, dass wir das machen, wir müssen aber schneller werden», sagte Voigt. In anderen Bundesländern sei man schon weiter.

Wann damit gerechnet werden kann, dass Hausärzte generell Corona-Impfungen in ihren Praxen durchführen können, ließ Werner offen. «Ich denke, im zweiten Quartal, das sollte anzustreben sein», sagte Werner. Sie wisse, dass ein Quartal lang sein könne. «Wir werden uns dafür einsetzen, dass das so schnell wie möglich in die Regelversorgung gehen kann.»

Bis es soweit ist, müsse vor allem der Bund noch etliche Frage klären. «Es braucht genügend Impfstoff, auch Impfstoff, der von der Logistik her über die Apotheken dann weitergegeben werden kann in die Regelversorgung», sagte Werner. Der Impfstoff müsse auch in kleinere Dosen abgefüllt werden können. Wichtig sei auch, dass die Hausärzte die Impfungen über eine Schnittstelle an das RKI melden könnten. Sie sei überzeugt, dass das Impfen in den Hausarztpraxen sehr wichtig sei - auch, weil die Hausärzte ihre Patienten kennen.

Mit Stand vom Montag haben in Thüringen bisher rund 120 000 Menschen eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Beim Infektionsgeschehen lag Thüringen jedoch bundesweit weiterhin an der Negativ-Spitze. Die Sieben-Tage-Inzidenz stagnierte bei 126,5 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Der gleiche Wert wurde bereits am Sonntag gemessen. Zum Wochenbeginn waren rund 22 Prozent der Intensivbetten in Thüringer Krankenhäusern mit Covid-19-Patienten belegt. Experten zufolge gilt die Situation ab einer Belegung von 20 Prozent als kritisch - der Wert liegt in Thüringen schon längere Zeit über dieser Marke.

Unterdessen öffneten am Montag erstmals nach wochenlanger Schließung zahlreiche Friseursalons, Gärtnereien und Gartenbaubetriebe im Freistaat wieder. In zahlreichen Schulen kehrten nun auch die fünften und sechsten Klassen zurück in die Klassenräume. Allerdings ist das Infektionsgeschehen in einigen Landkreisen so hoch, dass Bildungseinrichtungen geschlossen bleiben mussten.

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