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Nach Bombendrohung geräumt: Rathäuser in Erfurt und Zwickau

26.06.2019 - Die Bombendrohungen kamen am Vormittag und sie trafen mehrere Städte, darunter auch Erfurt und Zwickau. Die Ermittler prüfen nun einen Zusammenhang.

  • Das Erfurter Rathaus am Fischmarkt. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Erfurter Rathaus am Fischmarkt. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt/Zwickau (dpa) - In mehreren Rathäusern in deutschen Städten sind am Mittwoch Bombendrohungen eingegangen. In Erfurt, Zwickau und Pforzheim wurden die Gebäude vorübergehend evakuiert. In der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt war die Drohung am Vormittag per E-Mail eingegangen, die Sperrung des Rathauses wurde wenige Stunden später wieder aufgehoben.

Zuvor hatten mehr als 300 Menschen das Gebäude und eine angrenzende Bankfiliale verlassen müssen, wie die Polizei mitteilte. Zeitweise war auch der Straßenbahnverkehr nahe dem Rathaus eingestellt worden. Das Rathaus war durchsucht worden, ohne dass die Polizei von einem verdächtigen Fundstück berichtete.

«Wir konnten keinen verdächtigen Gegenstand feststellen», sagte auch ein Polizeisprecher im sächsischen Zwickau. Die Rathaus-Mitarbeiter konnten am Mittag das Gebäude wieder betreten. Dort war die Drohung gegen 10.45 Uhr eingegangen.

Im baden-württembergischen Pforzheim wurden ebenfalls drei Gebäude geräumt. Nach etwa dreieinhalb Stunden gab die Polizei Entwarnung. Sprengstofffachleute untersuchten einen Rucksack. Von ihm ging jedoch keine Gefahr aus: «Darin befanden sich hauptsächlich Kleidungsstücke», so die Polizei.

Angaben zu möglichen Zusammenhängen konnten die Behörden zunächst noch nicht machen - dies werde aber geprüft. In der Mitteilung der Erfurter Polizei hieß es, die Drohschreiben in den drei Städten seien wortgleich gewesen.

Erst am Dienstag war im saarländischen Saarlouis eine Bombendrohung im Rathaus eingegangen. In einer E-Mail sei geschrieben worden, dass sich in dem Gebäude ein Rucksack mit Sprengstoff befinde, hieß es von der Polizei. Das Rathaus wurde geräumt, die Polizei fand aber keine Bombe und bewertete die Drohung im weiteren Verlauf als «nicht ernstzunehmend».

Bundesweites Aufsehen hatten bereits Drohungen erregt, in deren Folge am 26. März in mehreren Städten Rathäuser, Verwaltungsgebäude und ein Kindergarten evakuiert worden waren. Betroffen waren seinerzeit Chemnitz, Rendsburg in Schleswig-Holstein, Augsburg, Göttingen, Kaiserslautern und Neunkirchen im Saarland. Einrichtungen waren über mehrere Stunden lahmgelegt, gefunden wurde nichts. Auch bei anderen Städten waren damals Drohungen eingegangen, aber als nicht ernsthaft eingestuft worden.

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