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Rechte Gewalt und Umwelt Schwerpunkte bei Dok-Filmfestival

10.10.2019 - Zahlreiche Filme zu aktuellen Fragen stehen auf dem Programm des 62. Dok-Filmfestivals in Leipzig. Im Fokus steht auch die Haltung von Filmemachern gegenüber politisch Andersdenkenden.

  • Werbeartikel für das Dok-Festival. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Werbeartikel für das Dok-Festival. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig (dpa) - Aktuelle Themen wie Umweltpolitik und Rechte Gewalt stehen beim 62. Dok-Filmfestival in Leipzig im Mittelpunkt. Die Dokumentation «Spuren» der Regisseurin Aysun Bademsoy setze sich etwa mit den Einschnitten in den Familien von Opfern der NSU-Verbrechen auseinander, sagte Kim Busch vom Dok-Team am Donnerstag in Leipzig. Eröffnet wird das siebentägige Festival am 28. Oktober mit der Dokumentation «Das Forum» von Marcus Vetter über das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Ein zentrales Thema des Films: der Klimawandel. Es sei interessant, hinter die Kulissen zu blicken und zu verstehen, warum auch Kritiker am Gipfel teilnehmen, sagte Dok-Leiterin Leena Pasanen.

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals ist der Debütfilm der früheren Dok-Programmchefin Grit Lemke. In «Gundermann Revier» beleuchtet sie das Leben des «singenden Baggerfahrers» Gerhard Gundermann (1955-1998) in der Lausitz und sein Engagement als Umweltaktivist. Erst im Vorjahr behandelte der Spielfilm «Gundermann» von Andreas Dresden dessen Leben.

Neben den Filmen mit regionalem Bezug zeigt das internationale Festival auch Dokumentationen aus ganz unterschiedlichen Ländern. Unerwarteterweise sei eine «wahre Flut von iranischen Filmen» eingereicht worden, berichtete Programmchef Ralph Eue. «Die Filme machen etwas mit einem, sie versetzen einen in einen anderen Wahrnehmungsmodus», so Eue.

Erstmals wollen sich Filmexperten und Interessierte bei einem Symposium über den Umgang mit «politischen Gegnern» in Dokumentationen austauschen. Im Vorjahr war gegen die Vorführung und Auszeichnung des Films «Lord of the Toys», der von Jugendkultur und deren Sprache handelt, protestiert worden. Vor zwei Jahren war die Vorführung von «Montags in Dresden», in dem Pegida-Anhänger zu Wort kommen, umstritten gewesen. «Wir wollen ein Angebot machen, sich mit uns zu streiten», sagte Eue über das Symposium. Häufig müssten sich Dokumentarfilmer, die sich mit «erklärten Gegnern» beschäftigen, rechtfertigen oder ihre eigene Haltung zum Thema erklären.

310 Filme und interaktive Arbeiten aus 63 Ländern sollen beim Dok-Filmfestival gezeigt werden. 152 Filme aus dem Programm werden erstmals in Deutschland, Europa oder weltweit zu sehen sein. Die Veranstalter rechnen mit etwa 47 000 Besuchern.

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