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Rechtsmittel gegen Urteil im Jungsturm-Prozess eingelegt

06.03.2021 - Das Landgericht Gera hat vier Fußball-Fans wegen Gewalttaten verurteilt. Die Verteidiger der Männer gehen gegen die Verurteilung ihrer Mandanten vor.

  • Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gegen das Urteil des Landgerichts Gera im Jungsturm-Verfahren sind Rechtsmittel eingelegt worden. Die Verteidiger aller vier in dem Prozess Angeklagten hätten Revision gegen die Entscheidung eingelegt, sagte ein Sprecher des Landgerichts auf Anfrage. Damit werde nun der Bundesgerichtshof darüber entscheiden müssen, ob das Urteil rechtskräftig wird oder nicht. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben darauf verzichtet, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

Beim Jungsturm handelt es sich um eine Fan-Gruppierung aus dem Umfeld des FC Rot Weiß Erfurt. Nach Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich dort gewaltbereite und auch rechtsgerichtete Fußballfans gesammelt.

Das Gericht sah es in seinem Urteil als erwiesen an, dass sich die vier Angeklagten im Alter von 21 bis 29 Jahren - in wechselnder Besetzung - in den vergangenen Jahren zu Schlägereien mit anderen Hooligan-Gruppen getroffen und Fans des FC Carl Zeiss Jena überfallen haben, etwa an den Bahnhöfen Saalfeld und Gotha 2018 und 2019. Jena-Fans gelten als politisch eher links eingestellt. Gleichzeitig stufte das Gericht den Jungsturm als kriminelle Vereinigung ein und verurteilte die Angeklagten wegen Mitgliedschaft in dieser Gruppierung.

Die Staatsschutzkammer des Gerichts hatte drei der vier Angeklagten wegen ihrer Mitgliedschaft beim Jungsturm sowie wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch zu Haftstrafen von jeweils zwei Jahren und vier Monaten beziehungsweise zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Beim vierten Angeklagten wurde Jugendstrafrecht angewandt. Er erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung.

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