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Rot-Rot-Grün: Semester nicht zur Regelstudienzeit anrechnen

30.04.2020 - Linke, SPD und Grüne wollen erreichen, dass das aktuelle Sommersemester nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird. Allerdings haben die drei im Parlament keine Mehrheit und sind auf Stimmen von FDP oder CDU angewiesen.

  • Blick in den leeren Audimax der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick in den leeren Audimax der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das von der Corona-Krise geprägte Sommersemester sollte nach Vorstellungen von Linke, SPD und Grünen Thüringer Studenten nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden. Einen entsprechenden Vorschlag wollen die Fraktionen der drei Parteien dem Parlament unterbreiten, wie mehrere Abgeordnete der Deutschen Presse-Agentur sagten. Allerdings sei noch unklar, ob das Semester pauschal nicht angerechnet werden soll, oder ob die Studierenden dafür einen Antrag stellen und nachweisen müssen, dass sie ihr Studium wegen der Corona-Pandemie nicht durchziehen konnten.

«Die Maßgabe ist, alles so zu organisieren, dass die Studenten keinen Nachteil aus der Corona-Krise haben», sagte der hochschulpolitische Sprecher der Thüringer SPD-Fraktion, Lutz Liebscher. Einige Studenten könnten ihr Studium womöglich nicht wie bisher geplant absolvieren, weil die Vorlesungen teils später beginnen.

In Thüringen sollen die Hochschulen spätestens am Montag mit ihren Vorlesungen starten - zunächst in digitaler Form. Offizieller Start des Sommersemesters war bereits am 1. April. Einige Hochschulen haben auch schon mit Vorlesungen begonnen, andere noch nicht.

Die geplante Regelung zur Regelstudienzeit müsste in jedem Fall noch vom Landtag abgesegnet werden. Im Parlament haben Linke, SPD und Grüne aber keine Mehrheit und wären auf Stimmen zum Beispiel der CDU angewiesen.

Sowohl Liebscher als auch der hochschulpolitische Sprecher der Linke-Fraktion, Christian Schaft, machen darauf aufmerksam, dass viele Studenten finanzielle Nachteile wegen der Corona-Krise zu erleiden hätten. «Vielen ist der Nebenjob weggebrochen. Ihnen fehlen jetzt wichtige Einnahmen», sagte Schaft. Er fordert weitere Soforthilfen für die Studierenden - nicht nur wie bisher als Darlehen, sondern als Zuschüsse. «1000 Euro pro Monat finde ich angemessen», sagte Schaft.

Außerdem plädiert er dafür, dass die Verträge von befristet Beschäftigten an den Universitäten und Hochschulen verlängert werden, um die Corona-Krise zu überbrücken. Wissenschaftlichen Honorarkräften sollten seiner Meinung nach die Honorare auch dann gezahlt werden, wenn sie wegen der Corona-Pandemie weniger oder gar keine Lehrveranstaltungen geben konnten.

Ein bisheriger Entwurf mit Gesetzesänderungen wegen der Corona-Krise sieht auch vor, dass Studierende, die an eine andere Hochschule wechseln oder ihr Studium abschließen wollen, deutlich länger im aktuellen Sommersemester eingeschrieben bleiben können. Damit soll den Studierenden die Chance gegeben werden, Prüfungen, die sie wegen der Corona-Pandemie nicht absolvieren konnten, nachzuholen. Das Parlament soll sich nächste Woche damit beschäftigen.

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