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SPD-Politikerin «fassungslos über Denkweise von Mark S.»

29.09.2020 - Die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestages, Dagmar Freitag, hat das Geständnis des Sportarztes Mark S. mit Verwunderung aufgenommen. «Das Geständnis eröffnet einen Einblick in eine Denkweise, die fassungslos machen muss. Mark S. behauptet, «nur» kostendeckend gearbeitet zu haben und stets dafür gesorgt haben zu wollen, dass kein gesundheitlicher Schaden verursacht wird», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

  • Dagmar Freitag (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dagmar Freitag (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Mediziner aus Erfurt hatte am Dienstag als Hauptangeklagter im Blutdoping-Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt und Manipulationen seit 2012 eingeräumt. In einer von seinen Anwälten verlesenen Erklärung gestand der Mediziner, von jenem Jahr an vor allem Winter- und Radsportler betreut zu haben.

Freitag kann auch die weiteren Gründe für das aktive Manipulieren durch den Arzt nicht verstehen, der sagte «alles aus «Faszination und die Liebe zum Sport» gemacht» zu haben. «Doping ist Betrug an allen sauberen Konkurrent*innen und Verrat an den ethischen Werten des Sports», sagte Freitag.

Zugleich freut sich Freitag, dass das Geständnis des Mediziners aus Erfurt durch die Einführung des 2015 verabschiedeten Anti-Doping-Gesetzes erst ermöglicht wurde. «Die umfangreichen Ermittlungen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit staatlicher Behörden haben diesen Erfolg in der Dopingbekämpfung erst möglich gemacht», sagte Freitag, «der organisierte Sport mit seinen limitierten Ermittlungs- und Verfolgungsinstrumenten wäre hier einmal mehr gescheitert.»

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